Serie: Produktion von Autoteilen

Produktion von Autoteilen: Motoröl Produktion von Autoteilen: Motoröl

Serie: Produktion von Autoteilen

— 14.02.2002

So entsteht Motoröl

Auf den Rohstoff-Cocktail kommt es an. Grundöle und Additive machen den Mix.

Das Rezept entscheidet

An moderne Motoröle werden höchste Anforderungen gestellt: Sie müssen schmieren, kühlen, Dreck in der Schwebe halten und dürfen trotz des Schwefels im Kraftstoff nicht sauer werden. Dieses Leiden dauert in Pkw bis zu 50.000 Kilometer - das VW-Longlife-Intervall. Deshalb muss das Rezept des Cocktails stimmen. Im Motorenölwerk der TotalFinaElf im belgischen Ertvelde durften wir verfolgen, wie der Barmixer vollelektronisch den Ölcocktail anrührt.

Am Anfang des Mixens stehen die Zutaten: Grundöle aus der Erdölraffinerie der TotalFinaElf in Antwerpen und verschiedene Additive, um die gewünschten Eigenschaften zu erhalten. Bei den Grundölen unterscheidet man zwischen mineralischen und synthetischen - so genannten Polyalphaolefinen. Die kommen mit dem Schiff auf dem Gent-Terneuzen-Kanal und werden von der Entladestation vier Kilometer durch eine Pipeline ins Werk gepumpt.

Herzstück der Ölbar ist die vollelektronische Verteilung. Hier gibt der Gast - der Disponent - seine Bestellung ab. Daraufhin gibt der Chefmixer am Computer ein, welches Grundöl aus welchem Vorratstank in welchen Mischtank gepumpt werden soll und welche Additive den Mix abrunden.

Geschüttelt und gerührt

Im Mischtank wird alles auf 60 bis 70 Grad erwärmt. So ist das Öl nicht zu zähflüssig, lässt sich leichter rühren und vor allem zum Schluss einfacher abpumpen, weil es nicht so stark an den Tankwänden haften bleibt. Das fertige Öl wird dann in einen Lagertank gepumpt, wo es abkühlt und die Zeit bis zum Abfüllen verbringt.

Wohin es abgefüllt wird, ist sehr unterschiedlich: Vom Tankschiff über Fässer bis zur 0,5-Liter-Dose ist alles dabei. Während unseres Aufenthalts mixten die TFE-Leute gerade das Nutzfahrzeug-Leichtlauföl TIR 9200, das in Fünfliterkanister abgefüllt wurde. Aber heute kann es schon Getriebeöl sein oder auch weiße Öle - daraus werden zum Beispiel Hautcremes gemacht. Auch so ein Produkt, an das die höchsten Anforderungen gestellt werden.

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