Autos der 70er: die Deutschen

BMW M1 VW Golf I

Autos der 70er: die Deutschen

— 01.10.2013

Freie Fahrt für freie Bürger

Ölkrise, Sonntagsfahrverbote, Höchststand bei den Verkehrstoten: Die Autoindustrie reagierte in den 70er-Jahren mit neuen Konzepten, die Autos wurden sparsamer und sicherer. Im ersten Teil: die deutschen Autos der 70er.

Anfang der siebziger Jahre herrschte Katerstimmung bei den deutschen Autofahrern: 1973 erklommen die Benzinpreise in Folge der ersten Ölkrise ungeahnte Rekordhöhen, die Bundesregierung verordnete daraufhin an vier aufeinander folgenden Sonntagen ein Sonntagsfahrverbot, erstmalig am 25. November 1973. Und wenn sie fahren durften, dann hieß es ab Juli 1973: Pusten, bitte! Die 0,8-Promille-Grenze war da, davor waren es 1,3. Immer mehr Verkehr erforderte nüchterne Regeln: Mit 21.332 erreichte die Zahl der Verkehrstoten 1970 einen traurigen Höhepunkt. 

Sonntagsfahrverbote 1973: Leere Autobahnen waren eine Folge der ersten Ölkrise.

Um die Verkehrssicherheit zu erhöhen, wurde 1976 die allgemeinen Gurtpflicht für Frontpassagiere eingeführt, begleitet von der Kampagne "Klick – Erst gurten, dann starten". Doch die zunächst straflose Gurtpflicht wurde kaum angenommen: Die Autofahrer hatten Angst, sich im Auto selbst zu fesseln! Die Autohersteller regierten ebenfalls: Dreipunktgurte wurden Serie, die Armaturentafeln abgepolstert, Bremskraftverstärker und Bremsscheiben setzten sich langsam durch. Mercedes brachte 1978 in der S-Klasse das erste ABS. Doch die Autos der 70er wurden nicht nur sicherer, sondern auch praktischer: Die Kombination aus quer eingebautem Motor, Frontantrieb und Schrägheck mit großer Heckklappe setzte sich durch. 

In der Bildergalerie sehen Sie alle deutschen Autos der siebziger Jahre!

Autor: Lars Busemann

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