Autos der 70er: die Deutschen
— 11.10.2011
Freie Fahrt für freie Bürger
Ölkrise, Sonntagsfahrverbote, Höchststand bei den Verkehrstoten: Die Autoindustrie reagiert in den 70er-Jahren mit neuen Konzepten, die Autos werden sparsamer und sicherer. Im ersten Teil: die deutschen Autos der 70er.
Anfang der 70er-Jahre herrscht Katerstimmung bei den deutschen Autofahrern: 1973 erklimmen die Benzinpreise in Folge der ersten Ölkrise ungeahnte Rekordhöhen, die Bundesregierung verordnet daraufhin an vier aufeinander folgenden Sonntagen ein Sonntagsfahrverbot, erstmalig am 25. November 1973. Und wenn sie fahren dürfen, dann heißt es ab Juli 1973: Pusten, bitte! Die 0,8-Promille-Grenze ist da, davor waren es 1,3. Immer mehr Verkehr erfordert nüchterne Regeln: Mit 21.332 erreicht die Zahl der Verkehrstoten 1970 einen traurigen Höhepunkt.
Sonntagsfahrverbote 1973: Leere Autobahnen waren eine Folge der ersten Ölkrise.
Um die Verkehrssicherheit zu erhöhen, wurde 1976 die allgemeinen Gurtpflicht für Frontpassagiere eingeführt, begleitet von der Kampagne "Klick – Erst gurten, dann starten". Doch die zunächst straflose Gurtpflicht wurde kaum angenommen: Die Autofahrer hatten Angst, sich im Auto selbst zu fesseln! Die Autohersteller regierten ebenfalls: Dreipunktgurte wurden Serie, die Armaturentafeln abgepolstert, Bremskraftverstärker und Bremsscheiben setzten sich langsam durch. Mercedes brachte 1978 in der
S-Klasse das erste ABS. Doch die Autos der 70er wurden nicht nur sicherer, sondern auch praktischer: Die Kombination aus quer eingebautem Motor, Frontantrieb und Schrägheck mit großer Heckklappe setzte sich durch.
In der Bildergalerie sehen Sie alle deutschen Autos der 70er-Jahre!