Oldtimer mit hohem Reparaturaufwand
Diese zwölf Oldtimer sind was für Masochisten
Die zwölf schlimmsten Klassiker aller Zeiten
Bild: AUTO BILD
Braucht viel Pflege oder verbraucht viel Sprit, das eint viele Oldtimer. Einige Marotten verzeiht man dem Klassiker einfach. Doch es gibt auch fahrbare Albträume, also Oldtimer, die ihren Besitzer bis zum Anschlag belasten. Und versenktes Geld nicht in Tausend-Euro-Beträgen, sondern in Zehntausenden erfordern. Oder designmäßig so verunglückt sind, dass der Betrachter quietscht.
Gut, die die Gefahr der unbezahlbaren oder an fehlenden Ersatzteilen scheiternden Reparatur fährt in jedem alten Auto mit. Natürlich kann man auch mit einem robusten Klassiker-Modell unglücklich werden bzw. pleitegehen – aber mit diesem dreckigen Dutzend gelingt Ihnen das garantiert! Hier kommen Oldtimer, die besser bei ihrem aktuellen Besitzer bleiben sollten.
Die Gründe sind so individuell verschieden wie die Historie der wenig glorreichen Zwölf. Die Gründe, warum man vor dem Kauf zurückschrecken sollte, sind vielfältig. Und das Urteil mag vernichtend ausfallen, es geht immerhin um die schlimmsten Klassiker aller Zeiten. Dieses Label heißt natürlich nicht, dass man mit diesen Klassikern zwingend baden gehen muss. Doch reden wir über Wahrscheinlichkeiten: Bei diesen Autos braucht man eine verdammt große Frustrationsresistenz. Und oft eine voluminöse Brieftasche.
Mercedes 450 SEL 6.9: teuer zu reparierender Superklassiker
Daher erneut der gute Rat (und der ist ausnahmsweise mal billig): Finger weg von diesem wie anderen schwer zu haltenden Klassikern! Beispielsweise vom Mercedes 450 SEL 6.9, und zwar aus diesem Grund: Eigentlich kann man von dem Auto nur träumen, oder? Doch die Top-Motorisierung der zweiten S-Klasse W 116, die 1975 auf den Markt kam, steckt voller fieser Fallen. Das fängt an mit dem sagenumwobenen V8: Ist er defekt, kostet die Revision mehrere zehntausend Euro. Was kosten die Hochgeschwindigkeitsreifen des seltenen Formats 215/70 VR15: Da werden um die 400 Euro fällig – pro Stück.

Außen gechoppte Diesellok, innen Darkroom à la Tarantino: die Coupé-Missgeburt Volvo 262 C.
Bild: Martin Meiners / AUTO BILD
Design-Unglück Volvo 262 C
Zu den unschönsten Klassiker gehört auch ein bizarres Design-Unglück, die Coupé-Missgeburt Volvo 262 C. Außen gechoppte Diesellok, innen Darkroom à la Tarantino: Kein Wunder, dass sich selbst Geburtshelfer Bertone (der nur am Bau, nicht am Design beteiligt war) von diesem Auto distanzierte. Schwedische Hölzernheit und schwüler Pomp passen nicht zueinander. Oder essen Sie in der Jugendherberge mit goldenen Löffeln?
Keine Gnade auch für eine anachronistische Legende: Auf seine alten Tage wurde der Käfer als VW 1600i noch mal richtig modern, mit Einspritzung, Katalysator und Kopfstützen. Aber leider nicht besser: Späte "Mexikaner" krankten an Motor-Malaisen und rosteten schon, als sie in Rotterdam vom Frachter rollten.

Die beiden letztgebauten Käfer der Última Edición, der linke steht im ZeitHaus der Autostadt in Wolfsburg, der rechte bei AUTO BILD in der Garage.
Bild: Fred Roschki
Alles hat seine Zeit. Die des Käfers war in den 90ern längst abgelaufen, was alle gemerkt hatten – außer VW. Der vorletzte gebaute Última Edición steht bei AUTO BILD in der Garage.
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