Fiat Multipla: Sechssitzer, Design

Die 33 hässlichsten Autos der Welt

Fiat Multipla: Sechssitzer, Design

Klassiker des Tages: Fiat Multipla

Sein kauziges Design sorgte 1999 für Kopfschütteln. Dabei hatte der Fiat Multipla auch Vorzüge, zum Beispiel Platz für eine ganze Großfamilie. Unser Klassiker des Tages!
Er darf in keiner Galerie der hässlichsten Autos fehlen: der Fiat Multipla. Eine autobauliche Geschmacksverirrung der Italiener, die zwischen 1999 und 2010 in zwei Generationen produziert und bis 2008 in Deutschland verkauft wurde. Die Karosserie basierte auf dem firmeneigenen Space-Frame-Konzept aus Stahl, Plattform und Motoren fanden sich auch im Fiat Bravo wieder.

Aus welchen Augen guckt der Multipla?

Fiat Multipla (2020): erste Bilder - Zukunft - Neuauflage

Fiat Multipla: Aprilscherz

Fiat wollte mit dem Multipla wieder einmal alles anders machen. Das gelang zweifellos. Immerhin: Kurz nach seinem Erscheinen schaffte es der Eigenbrötler in eine Ausstellung im Museum of Modern Art in New York. Mit dem Titel: Autos fürs nächste Jahrhundert. Doch die Masse der Autointeressierten – machen wir uns nichts vor – sah in ihm keine Kunst, sondern ein Design-Desaster, das auch nach dem Wegfall des Entenschnabels 2004 nicht viel besser wurde. Wie drei aufeinandergepropfte Einzelteile wirkt der Multipla der ersten Generation durch seine eingefügte Leiste mit den Fernlicht-Scheinwerfern und dem Fiat-Logo. Aus welchen Augen guckt der Van, den oberen oder den unteren? Erst bei der Modellpflege wurde der Charakterkopf einer Gesichtsoperation unterzogen, doch da war es zu spät. Auch AUTO BILD griff die Absurdität des Multipla-Designs auf und drohte, äh, kündigte 2019 als Aprilscherz getarnt eine Neuauflage des Sechssitzers an.

Gebrauchtwagensuche: Fiat Multipla

Cleveres Raumkonzept für Familien

Mehr als ein Facelift: 2004 bekam der Multipla eine amtliche Gesichtsoperation verpasst.

Was blieb, war das clevere Raumkonzept. Sechs Sitze in zwei Dreierreihen (die hinteren um 15 Zentimeter verschiebbar, vorne wahlweise eine Wärme-/Kühlbox in der Mitte), großflächige, fast senkrecht stehende Seitenscheiben, ein Kofferraum mit bis zu 1850 Litern Fassungsvermögen (mit ausgebauten Sitzen), dazu als Extra ein elektrisches Panoramadach: Der Multipla hat für Familien viele Vorteile. Seit 2004 ist die Motorenpalette zudem mit Benzin (103 PS), Diesel (115 PS) oder Erdgas (92 PS) für alle Aufgaben gerüstet. In der Länge legte der Italo-Van um zehn Zentimeter auf 4,09 Meter zu. Die Kraft gelangt über ein Fünfganggetriebe an die Räder. Auch im Cockpit zeigt der Multipla seine Extravaganz: knackig-präziser Fünfgang-Knüppel, turmartiger Instrumenten-Träger in der Mitte. Bei der aktiven Sicherheit patzt der Italiener jedoch, wie AUTO BILD in einem Test konstatierte, vor allem wegen des langen Bremsweges.

Noch wenige Gebrauchte erhältlich

Ein Topseller wurde der Fiat Multipla – wenig überraschend – nicht in Deutschland. Im ersten Jahr wurden noch 7600 Einheiten verkauft, nach der Modellpflege sank der Absatz auf einige Hundert Stück pro Jahr. Heute finden sich im Gebrauchtwagenmarkt von AUTO BILD noch wenige Exemplare zum Preis von etwa 1000 bis 4000 Euro.

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