4x4-SUVs mit Diesel: Vergleich — 09.08.2011
Vier echte Kies-Größen
Diese Typen werden Sie nicht im Stich lassen. Mit Nissan Pathfinder, Land Rover Discovery, Toyota Landcruiser und Mitsubishi Pajero treten vier harte Kerle zum Vergleich an. Welcher kassiert den Sieg?
Nein,
Land Rover Discovery,
Mitsubishi Pajero,
Nissan Pathfinder und
Toyota Land Cruiser sind keine
SUV, sondern waschechte Geländewagen. Sie stammen aus Zeiten, in denen an
Audi Q7,
BMW X5 oder Mercedes
M-Klasse noch nicht einmal gedacht wurde. Den Toyota Land Cruiser gibt es tatsächlich seit 60 Jahren. Herzlichen Glückwunsch, alter Landstreicher! Als echte Arbeitstiere tragen unsere Vergleichskandidaten mächtige Diesel unter der Haube und nehmen drei Tonnen und mehr an den Haken.
Video: Toyota Land Cruiser
Ein Offroader für alle Fälle
Ihr Allradantrieb wühlt sie aus fast aussichtslosen Situationen. Am besten machen das der
Land Rover und der
Toyota, dann folgen
Mitsubishi und
Nissan. Alle sind echte Kies-Größen, für die auch gröberes Terrain kein echtes Problem darstellt. Ein trübes Kapitel gibt es aber auch: die Bremsen. Trauriger Höhepunkt sind die 42 Meter für den Stopp aus Tempo 100, die der Mitsubishi braucht. Die gute Nachricht: Der Verbrauch der schweren Wagen ist überraschend niedrig, Toyotas Land Cruiser begnügt sich beispielsweise mit 9,6 Litern. Nur eines sollte bei den dicken Bullen niemand erwarten – dynamische Stadtflitzer.
Wie sich die vier Allradler mit Diesel im Vergleich schlagen, erfahren Sie in der Bildergalerie. Den kompletten Vergleich mit allen technischen Details und Tabellen gibt es in AUTO BILD 31/2011, erhältlich auch als Download im Heftarchiv.
Hintergrund: So testet AUTO BILD
Dirk Branke
Fazit
Vier sympathische Typen, diese Kies-Größen. Weil sie so ganz anders sind. Anders zum Beispiel als die derzeit angesagten SUV. Nicht handlich, sondern sperrig. Autos mit Charakter, vertrauenerweckend und beruhigend. Schon gut, die Sahara werden wohl die wenigsten damit durchqueren – aber möglich wäre es eben. Die technisch feinste Klinge schlägt der Discovery, auch der aufwendig gemachte Land Cruiser überzeugt. Pathfinder und Pajero können nicht mehr ganz folgen.
Kommentare zum Artikel (40)
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Der Toyota Landcruiser ist eine sehr gutes, zuverlässiges, elegantes und schönes Auto, auch schon teuer muß man sagen, aber wenn das Geld keine Rolle spielt...
Der Pathfinder ist ein guter Kompromiss, mit eingebauter Nissan-Zuverlässigkeit – sieht aber für mich leider wie der typische Baustellenwagen.
Und der zwar etwas altmodischere Mitsubishi Pajero ist im Preis-Leistung-Verhältnis einfach nicht zu schlagen - die vollausgestattete Instyle Version bekommt man derzeit für 42-44 TEUR inkl. Rabatt.
Land Rover Besitzer wissen es - wenn ein LR im Haus, dann lieber gleich zwei, weil ein Stück ständig in der Werkstatt steht. Ich erwarte von einem neuen Auto, was schon etwas Geld kostet, vor allem ZUVERLÄSSIGKEIT ! Und das geht bei LR definitiv nicht. Außerdem sind Preise (auch Ersatzteile und Werkstatt-Leistungen), Netzdichte und Warte/Lieferzeiten für mich KO-Kriterien. Die Mobilitätsgarantie von LR ist zwar (aus gutem Grund) gut trainiert und relativ unbürokratisch - aber das Abschleppen auf der Autobahn mit Familie oder Kollegen und Gepäck brauche ich nicht wirklich.
Sicher fühlt man sich sich drinne wie in einem britischen königlichem Salon, LR Fahren winken sich immer schön gegenseitig (vielleicht aus Mitleid?), das Terrain-Response ist ein lustiges Spielzeug für (reine) Off-Road-Anfänger - aber wenn ich weder beruflich noch privat sicher ankommen kann, wo ist der Spaß? Den Hinweis vom ADAC Fahrer beim ersten Abschleppen hätte ich ernster wahrnehmen soll. Ja, er wüßte genau wo meine Werkstatt ist, er ist sehr oft dort und bringt dahin die defekten LRs und Jaguars hin.