AC Schnitzer BMW 335d xDrive

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AC Schnitzer BMW 335d xDrive: Tuning

— 29.04.2014

Scharfer 3er von Schnitzer

Mit 360 PS und 690 Newtonmeter züchtet AC Schnitzer auf Basis des 335d xDrive einen lupenreinen Sportmotor, der sein neu gestyltes Umfeld gnadenlos voranprügelt, dabei aber ganz Diesel bleibt.

Zum Start, wenn sich die Kurbelwelle etwas unsanft in den Leerlauf rumpelt, ehe es feinsilbrig durchs Cockpit dieselt, ist das Gefühl noch wohlvertraut. Sechs in Reihe, selbst gezündet nach Münchner Rezeptur. Erst Volllast bringt das Aachener Wesen zum Vorschein, das in diesem Biest von Motor steckt.

Verarbeitung in Perfektion

Karosserie/Qualität Sicherlich kann man der hauseigenen Kollektion eine gewisse stilistische Monotonie oder preislichen Höhenflug vorwerfen. Fakt ist jedoch: Passgenauigkeit und Verarbeitung bekommt BMW auch nicht besser hin; und die Aufmachung des Bodykits geriet im Falle des 3ers derart stimmig, dass sie bestens mit dem werkseigenen Aerokit harmoniert, welches etwa die Seitenschweller beisteuert.
Technische Daten
Motor R6, Biturbodiesel
Einbaulage vorn längs
Hubraum 2993 cm3
kW (PS) bei 1/min 265 (360)/4400
Literleistung 120 PS/l
Nm bei 1/min 690/2000
Antriebsart
Allrad
Getriebe 8-Stufen-Automatik
Bremsen vorn Scheiben, innenbelüftet
Bremsen hinten Scheiben, innenbelüftet
Reifengröße vorn 225/35 R 20
Reifengröße hinten 255/30 R 20
Länge/Breite/Höhe 4624/1811/1414 mm
Leistungsgewicht 4,7 kg/PS
Fahrfreude/Antrieb AC Schnitzer stöpselt 60 Newtonmeter (690 statt 630) und 47 PS (360 statt 313) in die Software. Laufkultur und Ansprechverhalten bleiben erstklassig, die Kraftentfaltung – schon im ungedopten Biturbo ein explosives Vergnügen – gewinnt nochmals an Dramatik. Dabei ballt sich die Kraft nicht einfach um die Mitte, sie zieht sich sauber und linear bis an die 5000er hin. Sportlicher dreht auch der Triturbo eines M550d nicht aus.

Trotz der allradbedingten Leibesfülle geht der getunte BMW agil in die Kurve.

Fahrleistungen Entsprechend imposant hechtet der Allradler los; 4,4 Sekunden auf 100 km/h, 17,6 auf 200 spuckt das Messgerät aus. Das ist nicht nur alleiniger Dieselrekord, sondern auch schneller als der hauseigene 335i, der sich in unserem Test 18,7 Sekunden nahm. Nachhaltig einbremsen lässt sich der Selbstzünder nur von der werkseitigen Vmax-Begrenzung und der aufpreispflichtigen BMW-Bremse, die Tempo 100 nach 33 Metern nullt.

Handlich um's Eck

Fahrwerk/Komfort Mit neuen Federn wahrt Schnitzer den Fahrkomfort, sichert gleichzeitig die Highspeed-Stabilität und bringt dennoch genug Agilität in den Hintern, um Kurven auf Linie zu scheiteln. Dank Allrad kann sich der gewaltige Motor jederzeit gefahrlos austoben.
Preise
Serienfahrzeug 52.140 Euro
Leistungssteigerung 3162 Euro
Fahrwerksfedern 859 Euro
Radsatz 5414 Euro
Auspuff 2209 Euro
Exterieur/Interieur 3617/738 Euro
Preis Testwagen 68.149 Euro
Preis/Kosten Leistung und Radsatz logieren in der preislichen Uperclass. Bodenständig zeigt sich der getunte 335d an der Tankstelle – nur 8,5 Liter nuckeln die 360 PS aus den Injektoren.

AC Schnitzer 335d xDrive

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Autor:

Manuel Iglisch

Fazit

AC Schnitzer stellt mit seinem getunten 335d nicht nur den schnellsten Diesel-Sprinter überhaupt, sondern auch ein in sich extrem ausgewogenes Arrangement aus Optik, Leistung, Handling und Komfort. Stimmiger kann man einen Power-Diesel der Mittelklasse nicht interpretieren. Grandios!

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