ADAC Pannenhelfer

ADAC-Pannenbilanz 2011

— 07.02.2012

Helfen im Sekundentakt

Derzeit müssen die Pannenhelfer des ADAC Akkordarbeit leisten, der Winter zwingt viele Autos in die Knie. Doch auch im vergangenen Jahr waren die Gelben Engel stark nachgefragt. Hier die ADAC-Bilanz 2011.

(dpa/sb) Von vielen Autofahrern werden sie in diesen Tagen sehnlichst erwartet: die Pannenhelfer des ADAC. Gerade morgens, wenn die Fahrzeuge in klirrender Kälte nicht anspringen, laufen beim Autoclub die Drähte heiß. Mit bundesweit 20.000 Hilferufen genervter Autofahrer pro Tag sei die Nachfrage doppelt so groß wie sonst, teilte der ADAC am 7. Februar 2012 mit. Parallel dazu hat der Verkehrsclub seine Pannenbilanz für das Jahr 2011 veröffentlich. Mehr als vier Millionen Mal rückten die Gelben Engel im vergangenen Jahr aus, halfen bei leeren Batterien, Reifenpannen – oder im Auto vergessenen Schlüsseln.

Lesen Sie auch: ADAC-Pannenbilanz Sommer 2010

Insgesamt mussten der ADAC 2011 weniger häufig ausrücken als im Rekordjahr 2010.

Die Zahl der Einsätze ist aufgrund des milden Herbstes und Winterbeginns 2011 im Vergleich zum Vorjahr allerdings gesunken. Man half bei knapp 4,07 Millionen Pannen. Das waren rund vier Prozent weniger als 2010, dennoch mussten die 1700 Straßenwachtfahrer im Schnitt alle acht Sekunden ausrücken. Wie schon im Vorjahr bekamen sie gut vier von fünf Fahrzeugen wieder flott. "Wir haben 84 Prozent Erfolgsquote", sagte ADAC-Sprecher Christian Buric. 2010 hatten der strenge Winter, aber auch heiße Sommertage für reihenweise schwache Batterien und einen Rekord von 4,25 Millionen Pannen gesorgt. Auch 2011 waren defekte oder leere Batterien der häufigste Pannengrund (641.923 Einsätze). "Wir raten zu einem Check, vor allem wenn die Batterie älter als vier Jahre ist", sagte Buric auch mit Blick auf die derzeitigen Minusgrade. Besonders kurze Fahrten zur Arbeit belasteten die Batterie.     

Lesen Sie auch: Sicherheit nach Pannen

Als störanfällig erwiesen sich im vergangenen Jahr auch Zündanlagen (176.158 Einsätze). Dritthäufigster Pannengrund waren Probleme mit Reifen (152.173). Nicht immer war ein Defekt am Auto der Grund des Hilferufs: Mehr als 99.000 Autofahrer brauchten Unterstützung, weil sie sich ausgesperrt hatten. In 157.000 Fällen half der ADAC am Unfallort, sicherte die Straße ab oder leistete Erste Hilfe. Die neue ADAC-Pannenhilfeapplikation für Smartphones, die seit einem Jahr im Einsatz ist, habe sich bewährt. "Man muss vor allem seinen Standort nicht mehr durchgeben", sagte Buric. Denn der wird über GPS ermittelt und – sofern vom Anwender gewünscht – automatisch an den Autoclub weitergeleitet. "Das ist vor allem bei Nacht und Nebel eine Riesenvorteil, wenn man nicht mehr weiß, wo man ist", sagte Buric. Mehr als 900.000 Autofahrer hätten die kostenlose App heruntergeladen und installiert,  rund 40.000 Pannenhilfen seien darüber abgewickelt worden.

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.