ADAC testet Baumarkt-Anhänger

ADAC testet ESP für Anhänger ADAC testet ESP für Anhänger

ADAC testet Anhänger

— 04.04.2012

Wenn das Gespann zum Geschoss wird

Vorsicht bei der Fahrt mit kleinen Baumarkt-Anhängern: Ein Test des ADAC zeigt, dass schon geringe Überladung gefährliche Folgen haben kann. Das Auto kann trotz ESP komplett ins Schleudern geraten!

Fast jeder Baumarkt bietet sie an: kleine einachsige Anhänger, die zum Transport von Sperrgut für schmales Geld entliehen werden können. Durch die geringe Größe erscheint die Benutzung harmlos, kann aber für ungeübte Autofahrer sehr gefährlich werden. Das zeigt ein Test des ADAC: Bereits geringfügige Überladungen können ein Gespann komplett ins Schleudern bringen – und ESP-Systeme überfordern. Wer Anhänger nutzt, sollte beachten, dass sich das Fahrverhalten ändern kann, vor allem bei Überladung. Der Anhänger kommt dann leichter ins Schleudern, der Bremsweg ist wesentlich länger. Gerade wenn Lasten schlecht verteilt sind, gerät das Fahrzeug leicht aus der Spur.

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Beim ADAC-Test mit einer recht leichten Überladung von 30 Kilogramm schwenkte der Anhänger so stark aus, dass er mit dem Heck des Autos kollidierte. Das Stabilitätsprogramm ESP konnte die Situation nicht mehr kontrollieren – und dies bereits bei einer Fahrgeschwindigkeit von 80 km//h. Der Bremsweg verlängerte sich allein durch die Überladung um zwei Meter. Laut ADAC spielt auch die Stützlast des Hängers eine wesentliche Rolle. Die lässt sich beispielsweise mit einer Personenwaage überprüfen, da die maximale Stützlast meist bei höchstens 100 kg liegt. Vor allem wenn der Anhänger im hinteren Bereich zu schwer beladen ist und die Hinterachse des Zugfahrzeugs entlastet wird, verändert sich die Fahrzeugbalance und damit das Fahrverhalten des ganzen Gespanns. Auch das ESP wirkt dann nicht mehr so effektiv.

Bei Überladung droht ein Bußgeld von bis zu 230 Euro

Selbst bei einem korrekt beladenen Anhänger ist Vorsicht geboten. Muss der Fahrer plötzlich ausweichen, kann der Anhänger aus der Spur geraten und nach außen driften. Umsichtiges Fahren ist dringend notwendig. Autofahrer sollten darauf achten, dass zum einen die Ladung zuverlässig gesichert ist, zum anderen aber auch das Gesamtgewicht und die Gewichtsverteilung den Vorgaben entsprechen. Wie viel Beladung zulässig ist, steht in der Bedienungsanleitung, den Fahrzeugpapieren und auf den Typenschildern, die am Anhänger sichtbar angebracht sind.

Zuwiederhandlungen können teuer werden: Wer die zulässige Beladung im Anhänger um mehr als 30 Prozent überschreitet, muss mit einem Bußgeld von mindestens 235 Euro und drei Punkten in Flensburg rechnen. Bei Anhängern unter zwei Tonnen zulässiges Gesamtgewicht wird eine Überladung bis fünf Prozent toleriert; bei schweren Anhängern kostet das bereits 30 Euro Bußgeld.

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