Airbag-Rückruf (USA)

Airbag-Rückruf (USA)

— 28.10.2014

Airbag-Rückruf weitet sich aus

Die NHTSA weitet den Airbag-Rückruf aus: In den USA müssen 7,8 Millionen diverser Autobauer zum Check. Erste Klagen gegen Takata wurden eingereicht.

(dpa/mas/Reuters) Die US-Verkehrsaufsicht hat ihre dringende Warnung wegen defekter Airbags des japanischen Zulieferers Takata nochmals deutlich ausgeweitet. Statt wie bisher berichtet 4,7 Millionen Fahrzeugen von diversen Autobauern müssen nun 7,8 Millionen Autos in die Werkstätten. Die Behörde NHTSA fordert die Wagenbesitzer in einer Mitteilung vom 22. Oktober 2014 auf, sofort aktiv zu werden. Besonders in feucht-heißen Gegenden müsse gehandelt werden. Der Grund: Der Fahrer-Airbag kann während des Entfaltens platzen – auch ohne Unfall. Bis zu vier Menschen sollen bereits gestorben sein, mehrere wurden verletzt.

Der Rückruf betrifft nunmehr 877.000 Toyota-Modelle, 5,05 Millionen Honda-Fahrzeuge sowie etwa 694.626 Nissan, knapp 65.000 Mazda, 17.516 Subaru, knapp 630.000 BMW, 11.985 Mitsubishi, 58.669 Ford, 371.309 Chrysler und eine nicht genauer bezifferte Zahl von Wagen der Opel-Mutter General Motors. Die Probleme mit Takata sind inzwischen berüchtigt: Der Fahrer-Airbag kann während des Entfaltens platzen oder sich gar nicht erst öffnen. Vor allem japanische Autobauer haben deshalb schon in der Vergangenheit Millionen Wagen zurückgerufen.

Der japanische Autozulieferer muss wegen des Skandals jetzt mit hohen Schadensersatzforderungen rechnen. Verbraucher reichten bereits bei einem Bezirksgericht in den USA eine Sammelklage ein, in der auch mehrere Autobauer beschuldigt werden, wichtige Informationen zurückgehalten zu haben. Sollte der Klage in Florida stattgegeben werden, könnte Takata zu einer größeren Schadensersatzsumme verurteilt werden, als wenn einzelne Autohalter klagen würden. 

Die Klage gegen Takata ist mindestens die dritte, seit die amerikanische Behörde für Fahrzeugsicherheit (NHTSA) vergangene Woche die Zahl der betroffenen Autos in den USA deutlich nach oben korrigierte. Die beiden anderen stammen von Einzelpersonen.

Auf Anfrage von AUTO BILD haben alle oben genannten Hersteller bestätigt, dass die betroffenen Fahrzeuge in Europa bereits abgearbeitet seien.

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