Alfa Romeo: Vorschau
— 21.06.2011
Alfa stellt sich auf die Hinterbeine
Alfa Romeo will 2013 mit einem großen Comeback in den USA durchstarten. Fünf Neuheiten sind in Planung: Folgen nach dem Spider noch mehr Modelle mit Hinterradantrieb?
Mit einem Big Bang, einem großen Aufschlag, will
Alfa Romeo in die USA zurückkehren. Auf der Detroit Motor Show sollen im Januar 2013 gleich fünf Neuheiten vorfahren, um den US-Markt wieder neu und langfristig zu erobern: die Giulia, ein
SUV, das Coupé
4C, die geliftete
Giulietta und der
MiTo als Fünftürer. Das Auto, das US-Fans wie Alfa-Freunde seit Dustin Hoffmans Fahrt bei der "Reifeprüfung" ins Herz trifft, folgt ein Jahr später: Der Spider hat erstmals seit 1993 wieder Hinterradantrieb – und er soll nicht allein bleiben. So könnte auch die übernächste Giulia den Hinterradantrieb bekommen, den
Chrysler als neue Fiat-Konzernmarke für den nächsten
Sebring entwickelt.
Die Giulia ensteht auf der gleichen Plattform wie der nächste Jeep Compass, der in Italien gebaut wird.
Es ist diese noch ungewohnte Italo-US-Firmenehe, die Alfas Technik-Puzzle erklärt. So entsteht die Giulia – auch mit Allrad und als Kombi – auf der gleichen Plattform wie der nächste
Jeep Compass, der in Italien gebaut wird. Als Sergio Marchionne erste Giulia-Entwürfe sah, war der Fiat-Chef alles andere als glücklich – zu beliebig, zu wenig italienisch, so seine Kritik. Obwohl die Designer nacharbeiten mussten, soll das Auto, das den 159 ersetzt, wie geplant auf dem Pariser Salon im September 2012 Premiere feiern. Ein halbes Jahr eher erscheint das erste Alfa-SUV. Keine Frage, Alfa und SUV klingt ungewohnt, trotz der Studie Kamal von 2003. Was den Italienern damals zu riskant vorkam, steht auf dem Genfer Salon 2012 mit der Technik von Compass/ Giulia: ein kompakter Allradler, der seinen stämmigen Auftritt mit typischer Dynamik verbindet – ein angesagter Mix wie bei
BMW X1 und bald auch
Audi Q3.
Fiats Modellplaner sind von dem Konzept so überzeugt, dass ein zweites, großes SUV auf die Umsetzung wartet. Abgeleitet vom
Grand Cherokee, hätte ein ausgewachsener 4x4-Alfa auf dem US-Markt sicher gute Chancen. Der Griff ins Jeep-Regal macht sogar einen Achtzylinder- Benziner möglich, den die Marke zuletzt nur im mittlerweile ausgelaufenen Kleinserien-Coupé
8C bieten konnte. Dessen kleiner Ableger 4C soll bei Alfas Comeback in den USA zunächst den Part als Herzensbrecher spielen: mit 1,8-Liter-Turbo-Mittelmotor, 230 PS stark, gut 850 Kilo schwer und 45.000 Euro teuer – ein großes Versprechen! Daneben wird in den Showrooms der MiTo stehen, der nach dem Facelift 2012 für den US-Start auch als Fünftürer gebaut wird. So vielseitig, vom Kleinwagen bis zum SUV, war das Programm bei den Italienern noch nie – Alfa stellt sich auf die Hinterbeine.
Joachim Staat
Fazit
2013 wird das Jahr der Wahrheit für Alfa Romeo: Das Comeback in den USA muss gelingen, um mehr Käufer zu finden und das Überleben zu sichern. Das Programm für den US-Start klingt vielversprechend: ein SUV, ein Coupé, später ein Spider mit Hinterradantrieb – das sind genau die Autos, die wir (neben guter Qualität) auch in Europa schon lange vermissen.
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Die elenden Stereotypen werden sie sich nicht mehr abgewöhnen, oder? Was soll das dauernde Gelaber mit der Qualität? Für die meisten Menschen ist aufgrund der anhaltend dummen Berichterstattung ein Alfa von Haus aus eine "Rostlaube" - niemand kaufts. Self fulfilling prophecy also. Bei ihnen ist "BILD" wohl der einflussreichere Part als "Auto".
Ich besitze übrigens einen 23-jährigen Spider, der rostfrei ist und mechanisch außer altersbedingter Schäden nix hat(te).
Viele schöne Kommentare, aber wer hat einen Alfa wirklich schon mal gefahren/besessen?
Nach7Audi haben wir uns einen Alfa 159 gekauft. Die "gefühlte" Qualität (Kunststoff, Leder, Edelholz) bei Audi ist natürlich gut, aber das sagt nur wenig über die Zuverlässigkeit aus. Auch Audis haben Pannen! Unser Alfa 159 Diesel verbraucht ca. 5,8 Liter bei zügiger Fahrweise, die Qualität ist OK, das Design natürlich auch :-) Wir sind sehr zufrieden.
Alfa hatte zu Käfer Zeiten in der Tat schon echte Autos, Motoren im Programm. Fahrzeuge mit denen man sogar reisen konnte, da gab es sogar eine Heizung, 5 Gänge und einen nutzbaren Kofferraum.
Danke Alfa! Meine Bekannten die im erbärmlichen Käfer unterwegs waren haben mich um die Gulia beneidet und deren Käfer rosteten schneller weg als mein Alfa.
Wenn es ein Autohersteller versteht sehr schicke Fahrzeuge zu bauen, dann ist es Alfa.
Nicht ohne Grund versuchen viele Hersteller (Audi, Seat, Opel) einige Fahrzeugansichten (z.B Heck) zu kopieren.
@enzo: schön dass du "bezug zu verwandte" hast, aber offensichtlich nicht zu realität. beschliessen kann man bei fiat viel, was dabei rumkommt wird man sehen. in den letzten 20 jahren wurde auch immer viel getönt in turin, es wurde auch einiges besser, aber italienische autos stehen bisher so sehr für überragende qualität wie die alten volvo 900 für schnittiges design, und das lässt sich auch nicht einfach so auf beschluss von jetzt auf morgen ändern. aber italienisches design hat ja auch seinen reiz.