Alfa Romeo: Vorschau
Alfa stellt sich auf die Hinterbeine

Alfa Romeo will 2013 mit einem großen Comeback in den USA durchstarten. Fünf Neuheiten sind in Planung: Folgen nach dem Spider noch mehr Modelle mit Hinterradantrieb?
- Joachim Staat
Mit einem Big Bang, einem großen Aufschlag, will Alfa Romeo in die USA zurückkehren. Auf der Detroit Motor Show sollen im Januar 2013 gleich fünf Neuheiten vorfahren, um den US-Markt wieder neu und langfristig zu erobern: die Giulia, ein SUV, das Coupé 4C, die geliftete Giulietta und der MiTo als Fünftürer. Das Auto, das US-Fans wie Alfa-Freunde seit Dustin Hoffmans Fahrt bei der "Reifeprüfung" ins Herz trifft, folgt ein Jahr später: Der Spider hat erstmals seit 1993 wieder Hinterradantrieb – und er soll nicht allein bleiben. So könnte auch die übernächste Giulia den Hinterradantrieb bekommen, den Chrysler als neue Fiat-Konzernmarke für den nächsten Sebring entwickelt.
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Die Giulia ensteht auf der gleichen Plattform wie der nächste Jeep Compass, der in Italien gebaut wird.
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Fiats Modellplaner sind von dem Konzept so überzeugt, dass ein zweites, großes SUV auf die Umsetzung wartet. Abgeleitet vom Grand Cherokee, hätte ein ausgewachsener 4x4-Alfa auf dem US-Markt sicher gute Chancen. Der Griff ins Jeep-Regal macht sogar einen Achtzylinder- Benziner möglich, den die Marke zuletzt nur im mittlerweile ausgelaufenen Kleinserien-Coupé 8C bieten konnte. Dessen kleiner Ableger 4C soll bei Alfas Comeback in den USA zunächst den Part als Herzensbrecher spielen: mit 1,8-Liter-Turbo-Mittelmotor, 230 PS stark, gut 850 Kilo schwer und 45.000 Euro teuer – ein großes Versprechen! Daneben wird in den Showrooms der MiTo stehen, der nach dem Facelift 2012 für den US-Start auch als Fünftürer gebaut wird. So vielseitig, vom Kleinwagen bis zum SUV, war das Programm bei den Italienern noch nie – Alfa stellt sich auf die Hinterbeine.
Fazit
2013 wird das Jahr der Wahrheit für Alfa Romeo: Das Comeback in den USA muss gelingen, um mehr Käufer zu finden und das Überleben zu sichern. Das Programm für den US-Start klingt vielversprechend: ein SUV, ein Coupé, später ein Spider mit Hinterradantrieb – das sind genau die Autos, die wir (neben guter Qualität) auch in Europa schon lange vermissen.
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