Konkurrent der Carrera-Bahn: Anki Overdrive

Anki Overdrive: Veröffentlichung und Preis

— 06.03.2015

Angriff auf die Carrerabahn

Carrerabahn war gestern, die Zukunft heißt Anki Overdrive: autobild.de hat die Mischung aus Slotcar-Rennbahn und Videospiel schon getestet!

Das Wohnzimmerspielzeug von Rennsportfans ist seit Jahrzehnten die Carrerabahn. Doch damit könnte es bald vorbei sein, wenn im Oktober 2015 die US-amerikanische Robotik-Firma Anki ihr Spielsystem mit dem Namen "Anki Overdrive" veröffentlicht. Dessen Protagonisten heißen nicht mehr Audi quattro, Ferrari F40 oder Porsche 911, sondern "Thermo", "Nuke" oder "Groundshock". Sie erinnern nicht mehr an die Stars von Hockenheim, sondern eher an die Roboter von "Transformers".

Playmobil-Porsche und "Speed Champions" von Lego

Das feuerrote Playmobil Das feuerrote Playmobil Das feuerrote Playmobil

Futuristische Supersportler-Optik: "Nuke", eines der zukaufbaren Autos in Nahaufnahme. Die Autos sind 4,5 cm breit und 8 cm lang.

Die Besonderheit von Anki Overdrive: Die Hightech-Autos rasen nicht mehr in festen Rillen (wie bei den traditionellen "Slotcars"), sondern komplett frei über die Strecke. Die Piste wiederum besteht aus einem modularen Bahnsystem mit einer Vielzahl an Streckenlayouts: Mit dem Starter-Paket können angehende Miniatur-Rennfahrer acht verschiedene Strecken bauen. Gegen Aufpreis gibt es weitere Module, mit denen dann mehr als 20 Rennstrecken drin sind.

Kleine Hightech-Autos sind voll vernetzt

Gas geben, lenken, Waffen abfeuern: Alles per App auf dem Smartphone. Der Prozessor des Mobilgeräts erledigt die Rechenarbeit für die Sensoren im Auto.

Die Autos sind kleine Hightech-Geräte, bestückt mit Bluetooth und W-Lan: Eingebaute Sensoren scannen ihre Umgebung 500 Mal pro Sekunde und halten die Rennwagen automatisch in der Spur. Gas gegeben wird nicht mit einem Controller oder Joystick, sondern über eine kostenlose App per Smartphone oder Tablet. Fortgeschrittene Spieler benutzen den Kippsensor in ihrem Mobilgerät und lenken damit auf die Ideallinie ein, weichen Geschossen aus oder rammen die Kontrahenten von der Strecke. Das geht spielend leicht und sehr direkt. Wer mit dem kabellosen Wiimote-Controller von Nintendo vertraut ist, fühlt sich hier zuhause.

Verlagsinterne Testrunde: Marco Häntsch (COMPUTER BILD, l.) und Jonathan Blum (autobild.de, r.) mit Hanns Tappeiner von Anki.

Anki Overdrive wird mit verschiedenen Spielmodi veröffentlicht. Das klassische Rennen entscheidet der Spieler für sich, der nach einer vorher definierten Rundenzahl als Erster die Ziellinie überquert. Im "Battle"-Modus gewinnt der Spieler, der zuerst eine vorher festgelegte Zahl an Abschüssen erreicht. Dabei kommen zum Aufhalten der Konkurrenz virtuelle Waffen wie Maschinengewehr, Laserkanone und Traktorstrahl zum Einsatz, was an "Mario Kart" auf der Spielkonsole erinnert. Einzelspielerpartien werden durch viele verschiedene Computergegner aufgewertet. Im Test spielten wir gegen einen Raumschiffpiloten und einen intelligenten Hund, die aber beide Male nicht gewinnen konnten. Die Einstiegsschwierigkeit war allerdings sehr gering. Es wäre interessant, zu erfahren, ob die Gegner auf höheren Schwierigkeitsstufen eine wirkliche Herausforderung darstellen: Im 15-Runden-Rennen war es zu einfach, zu ungefährdet war der Start-Ziel-Sieg. Aber trotzdem hat es viel Spaß gemacht!

Ab September 2015 ist Anki Overdrive erhältlich

Das Starter-Set von Anki Overdrive besteht aus zehn Streckenteilen (sechs Kurven, vier Geraden) und wird in Deutschland rund 180 Euro kosten.

Das Starterpaket (Einstiegspreis in den USA: 149 Dollar) enthält zehn Streckenteile (sechs 90-Grad-Kurven, vier Geraden), zwei Autos, einen Reifenreiniger und eine Ladestation für bis zu vier Fahrzeuge. Die Autos haben einen eingebauten Akku, der für rund 25 Minuten Spieldauer ausreicht, die Ladezeit beträgt etwa sieben Minuten. Erhältlich ist das System ab 6. Oktober 2015 in den USA, Großbritannien und Deutschland. Das Starter-Set wird in Deutschland laut der offiziellen Website 179 Euro und 99 Cent kosten.
Autor:

Jonathan Blum

Fazit

Anki Overdrive könnte der Carrerabahn-Killer werden. Tolles Design, interessante Technik (selbstfahrende Autos!) und die Möglichkeit, Freunde abzuschießen wecken sofort das Kind im Zocker. Die Vermengung von Videospiel und Realität ist gut gelungen, die Steuerung per Smartphone oder Tablet ist sehr intuitiv. Durch die vielen Gimmicks erlebt jeder Spieler immer wieder kleine Wow-Momente. Wer scharf auf Anki Overdrive ist, sollte beachten: Ohne Zusatzgeräte (Smartphone oder Tablet) geht hier nichts.

Autoren: Jonathan Blum,

Stichworte:

Rennspiel Spielzeugauto

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