Audi R8/BMW M6: Vergleich — 17.09.2010
Der M6 setzt den R8 matt
Zehn Zylinder, über 500 PS, scharfer Sound – R8 und M6 geizen nicht mit Reizen. Aber der BMW hat dem Audi einiges voraus. Im Vergleich der Sportler hängt der Münchner den Ingolstädter ab.
Ginge es hier um den automobilen Mister Universum, wäre die Sache klar: Der
Audi R8 ist eindeutig der rassigere Renner.
Audi hat seine Flunder per Mittelmotor und offener Kulissenschaltung kompromisslos auf Fahrfreude und Rundstreckenspaß getrimmt. Allerdings zählt in unserem Vergleichstest nicht allein die Jagd nach Zehntelsekunden auf einem Rennkurs. Und spätestens jetzt bekommt der starke Gran Turismo aus München seine Chance. Leistungsmäßig muss sich der M6 ja eh nicht verstecken.
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Sein Zehnzylinder bringt es dank satten Hubraums und Hochdrehzahlkonzepts auf stolze 507 PS – nur 18 weniger als beim R8. Der schöpft aus zehn dicken Pötten und schwindelerregend hohen Drehzahlen ebenfalls mächtig Bums. Faszinierend heiße Eisen sind beide Maschinen ohnehin, prickelnden Sound und gierige Drehfreude gibt es hier reichlich. Allerdings fährt der schwerere M6 dem R8 im Sprint und beim Durchzug hinterher. Auf der Autobahn sieht der
BMW kein Land mehr – er ist auf 250 km/h gedrosselt (305 km/h für 2450 Euro extra), während der Audi bei Tempo 300 noch zulegt. Dafür schaltet der M6 dank SMG-Automatik schneller und effektiver, die Lenkung arbeitet passend "schwergängig" und mit mehr Rückstellkraft, der Wagen läuft sauberer geradeaus.
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Insgesamt das bessere Auto: Der BMW M6 hängt den Audi R8 in der Gesamtwertung ab.
Und der Fahrer sitzt entspannter. Die üppig gepolsterten Ledersitze mit vielfach verstellbarem Seitenhalt stützen optimal, taugen auch für die Langstrecke. Im Audi hockt der Pilot dagegen wie in einem Rennwagen, dem Fußraum fehlt Tiefe zum Ausstrecken der Beine – ganz abgesehen davon, dass im M6 zudem zwei Passagiere im Fond Platz finden. Die Reisequalitäten zählen ohnehin nicht zu den R8-Stärken. Er ist zwar komfortabler gefedert als erwartet, ignoriert Querfugen fast komplett. Dafür läuft er aber bei höhe rem Tempo lauter als der M6. Häufiger an die Tankstelle muss er ebenfalls. Das verschlechtert die Kostensituation zusätzlich. Allein im Grundpreis übertrifft der 144.400 Euro teure Audi den M6 um über 28.000 Euro. So ist die Sache klar: Der R8 mag der bessere Sportwagen sein, aber nicht das bessere Auto.
| Fahrzeugdaten |
Audi R8 5.2 FSI |
BMW M6 |
| Motor |
V10, Mitte längs |
V10, vorn längs |
| Nockenwellenantrieb |
Kette |
Kette |
| Hubraum |
5204 cm³ |
4999 cm³ |
| kW (PS) bei 1/min |
386 (525)/8000 |
373 (507)/7750 |
| Nm bei 1/min |
530/6500 |
520/6100 |
| Vmax |
316 km/h |
250 km/h |
| Getriebe |
Sechsgang manuell |
Siebengang SMG |
| Antrieb |
Allradantrieb |
Hinterradantrieb |
| Testwagenbereifung |
235/35 – 305/30 ZR 19 |
255/40 – 285/35 ZR 19 |
| Abgas CO2 |
351 g/km |
342 g/km |
| Verbrauch (ECE) |
22,6/10,2/14,7 l |
21,4/10,2/14,3 l |
| Tankinhalt |
90 l/Super plus |
70 l/Super plus |
| Anhängelast gebr./ungebr. |
keine |
keine |
| Kofferraum |
100 l |
450 l |
| Länge/Breite/Höhe |
4435/1930/1252 mm |
4871/1855/1372 mm |
| 0–100/0–200 km/h |
3,9/12,8 s |
4,7/13,8 s |
| Elastizität 80–120 km/h |
6,4 s |
7,0 s |
| Leergewicht/Zuladung |
1662/258 kg |
1768/432 kg |
| Bremsweg (warm/kalt) |
35,4/35,2 m |
35,8/35,2 m |
| Innengeräusch 50/100/130 km/h |
60/69/73 dB (A) |
62/67/69 dB (A) |
| Testverbrauch – CO2 |
16,1 l – 381 g/km |
15,8 l – 375 g/km |
| Reichweite |
560 km |
440 km |
| Preis |
ab 144.400 Euro |
ab 116.200 Euro |
| Wertungen |
Audi R8 : BMW M6 |
| Karosserie |
0:1 |
| Antrieb |
1:0 |
| Komfort |
0:1 |
| Fahrdynamik |
1:0 |
| Kosten |
0:1 |
| Gesamt |
0:1 |
Fazit
Der R8 ist die aufregende Rennmaschine mit höchstem Aufmerksamkeitsfaktor, der M6 der klassische Luxus-GT mit Expresszuschlag. Und einer Portion Alltagstauglichkeit. So gewinnt er.
Kommentare zum Artikel (41)
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Wie gut, dass der M6 einen gr0ßen Kofferraum hat. Sonst wäre er komplett letzter. Sportlichkeit ist nciht so ganz sein Ding :-)
Gruni,
Du schreibst: Also in Ingolstadt ist wenigstens noch Geld zum Forschen und Entwickeln da!!!!
Müsste eigentlich heißen in Ingolstadt ist wenigsten noch Geld zum kopieren da.
Den was Innovationen und Techniken angeht sind die reine Versager, wenn man nur von BMW und Mercedes abkupfert.
Selten einen so unsinnigen Vergleich gesehen. Die Aussagekraft eines Vergleichs zw. GranTurismo und Supersportwagen würde mich wirklich interessieren (ist so ähnlich wie zu sagen, die Birne ist zwar untenrum dicker als der Apfel, aber obenrum schmaler - deswegen ist die Birne besser als der Apfel). Leider kann ich keine erkennen.
ihr lutscher habt anscheinend noch nicht begriffen das eure "such" funktion scheisse ist wie wäre es wenn ihr diese mal wieder entfernt damit mann eure website wieder ordentlich durch kramen kann
LG
he "gruni", stell mal nen standard-frontantrieb a8 neben den standard-heckantreib 7er, und du wilst nie wieder nen voweh mit lkw-grill anschauen :-)))))