Autobatterie im Winter

— 02.10.2013

Jetzt braucht sie Pflege

In der kalten Jahreszeit kann die Kapazität der Autobatterie stark abnehmen. AUTO BILD erklärt, was die Lebensdauer der Batterie erhöht, und was zu tun ist, wenn der Akku doch einmal schlapp macht.



Im Winter müssen Autobatterien besonders viel leisten, kalte Motoren springen bei Minusgraden oft nur widerwillig an. Kommt noch viel Kurzstreckenbetrieb hinzu, droht Ärger. Wenn der tägliche Weg zur Arbeit nur ein paar Kilometer beträgt, dabei auch noch Heckscheiben- und Sitzheizung laufen, bleibt zu wenig Lichtmaschinenleistung, um die Batterie zu laden. Erste Anzeichen für den nahenden Akkutod: Der Anlasser dreht nur müde am Motor. Unser Kurzstrecken-Tipp: Auf elektrische Verbraucher verzichten, zusätzlich die Batterie mit einem Ladegerät pflegen. Eine schlappe Batterie muss nicht immer gleich ausgetauscht werden. Oft reicht es, den Akku für eine Nacht an ein Ladegerät anzuschließen. Nur wenn er dann wieder schwächelt, muss er ersetzt werden.

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Was Batterien überhaupt nicht mögen, ist die die Tiefenentladung. Wurde zum Beispiel das Licht für längere Zeit angelassen oder der Wagen lange nicht gefahren, sinkt die Spannung in einen kritischen Bereich, in der Batterie bilden sich größere Bleisulfatkristalle, die Kapazität nimmt stark ab – manchmal bis zum Totalausfall. Daher Batterien niemals im entladenen Zustand stehen lassen. Eine geschädigte Batterie lässt sich mit den meisten Ladegeräten nicht mehr retten.

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Springt das Auto wegen einer schlappen Batterie morgens nicht an, kann ein anderes Fahrzeug mit seiner Batterie Pannenhilfe geben. Wichtig bei der Starthilfe: die richtige Reihenfolge beim Verbinden der Batterien beachten. Zuerst das rote Starthilfekabel an den Pluspol der entladenen Batterie klemmen, dann mit Plus am Spenderauto verbinden. Das schwarze Kabel an den Minuspol des Helfers anschließen. Danach das freie Ende des Kabels an eine blanke Stelle des Pannenwagens klemmen, beispielsweise Motorblock (Bordbuch beachten). Motor des helfenden Fahrzeugs starten, dann den Liegenbleiber starten. Abnehmen in umgekehrter Reihenfolge.

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Das Anschleppen oder Anschieben eines Autos funktioniert nur, wenn die Batterie noch eine Restspannung besitzt. Und: Es klappt nur bei Schaltgetriebe. Beim "schlappen" Auto den zweiten Gang einlegen, Kupplung treten, nach ein paar Metern kommen lassen. Vorsicht: Springt der Wagen nicht auf den ersten Metern an, kann unverbrannter Kraftstoff in den Katalysator gelangen und ihn beschädigen. Eine Ursache für die häufigen Ausfälle von Autobatterien liegt laut ADAC übrigens in der Deklaration vieler Batterien als wartungsfrei. Das suggeriere, dass die Batterie keinerlei Zuwendung benötige, bedeute aber lediglich, dass kein Wasser nachgefüllt werden kann. Auch beim wartungsfreien Akku sollte regelmäßig die Spannung überprüft und gegebenenfalls nachgeladen werden.

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Ob eine Batterie wartungsfrei ist oder nicht, lässt sich an den Stopfen auf dem Batteriedeckel erkennen. Mit Stopfen bedeutet: mindestens einmal im Jahr die Batterieflüssigkeit kontrollieren. Aber Vorsicht! Sie dürfen nur destilliertes Wasser zum Nachfüllen verwenden. Gibt es keine Füllstandsanzeige? Dann füllen Sie auf, bis die Bleiplatten einen Zentimeter hoch mit Flüssigkeit bedeckt sind. Weitere Tipps zur Batteriepflege erfahren Sie in der Bildergalerie!

Batteriepflege im Winter

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