Automatikgetriebe im Test

Automatikgetriebe im Vergleich Automatikgetriebe im Vergleich

Automatikvarianten im Test

— 28.12.2010

Gesucht: die perfekte Automatik

Den nächsten Gang, bitte. Im Auto erledigt das immer häufiger eine Automatik. Wir klären, wie sie funktioniert und welche am besten arbeitet – im Vergleich von acht ganz unterschiedlichen Autos.

Sie säuft, lahmt, vermiest jeden Spaß. Und überhaupt fahren ja nur Rentner und Taxifahrer auf Automatik ab. So weit die Märchenstunde aus einer Zeit, als Automaten tatsächlich Unmengen Kraft und somit Benzin verschwendeten, zähe Gangwechsel das Auto langsam machten und das Fahren leidenschaftslos. Inzwischen steht die Auto-Welt in diesem Punkt auf dem Kopf. Ein Porsche sprintet schneller mit elektronisch gesteuerten Gangwechseln, ein dicker BMW läuft sparsamer, wenn der Fahrer nicht selbst im Getriebe herumrührt, ein Familien-Van wird zum Spaßmobil dank spritziger DSG-Schaltung.

Überblick: Alle News und Tests zum Mercedes SLS

Transaxle-Prinzip: Der Mercedes SLS AMG sortiert seine Gänge an der Hinterachse.

Allerdings ist Automatik nicht gleich Automatik. Unabhängig von nahezu unzähligen und teilweise irreführenden Verkaufsbezeichnungen können sich die Getriebevarianten extrem voneinander unterscheiden. So wechselt ein CVT-Getriebe überhaupt keine Gänge, manche Automaten übertragen die Kraft über doppelte Kupplungen, andere stellen Kraftschluss per Lamellen in einem Ölbad her. Den acht derzeit modernsten und interessantesten Varianten haben wir für einen Vergleich tief in die Zahnräder geschaut. Vom automatisierten Schaltgetriebe (im Smart) bis zur exotischen Transaxle-Doppelkupplungsbox im Mercedes SLS. Wir haben die Modelle getestet, gefahren und nach verschiedenen Disziplinen bewertet. Nicht nur technische Eigenschaften waren dabei für uns interessant – wir wollten auch wissen, ob die Automatik das Potenzial zum Spritsparen hat und ob sie im Verhältnis zum Wagenpreis erschwinglich oder utopisch teuer ist. Am Ende küren wir einen Sieger. So viel vorab: Ein lahmer Säufer ist der nicht.

Von Anfahren bis Zurückschalten – so haben wir gewertet

Schaltkomfort/-tempo: In diesem Abschnitt haben wir nach subjektiven Kriterien auf geschmeidige Gangwechsel geachtet, beim starken Beschleunigen (zu) harte Schaltvorgänge aufgespürt, die Dauer der Zugkraftunterbrechung beobachtet. Gleichzeitig haben wir bei den Automaten in verschiedenen Lastzuständen geprüft, wie schnell Gangwechsel erfolgen.
• Anfahrverhalten: Wie stark ist das Kriechen ausgeprägt, lässt sich der Anfahrvorgang sauber dosieren, setzt sich der Wagen sanft – oder sportlich bissig – in Bewegung?
• Kick-down: Wie reagiert die Automatik auf ein plötzlich durchgetretenes Gaspedal, wie viele Stufen schaltet die Elektronik zurück, und welches Drehzahlniveau wird erreicht? Ebenfalls wichtig: Erfolgt die Beschleunigung schnell genug?
• Fun-Faktor: Hier haben wir beobachtet, ob der Wagen gut am Gas hängt, ob Beschleunigungsgefühl und Motorcharakter zusammenpassen.
• Kosten: Bei der Kostenwertung stehen zwei Punkte im Fokus: zum einen das Spritsparpotenzial und zum anderen der Preis, den wir natürlich in Abhängigkeit zum Gesamtpreis des Autos bewertet haben. Die Sonderfälle Toyota Prius, Mercedes SL und SLS (gibt es nicht ohne Automatik) haben wir nach dem Preis des Fahrzeugs eingeordnet.

Welche Automatik dem Fahrer die Schaltarbeit am besten abnimmt, erfahren Sie in der Galerie. Den kompletten Artikel mit allen technischen Daten und Tabellen gibt es als Download im Heftarchiv.

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