Bilanz IAA 2009

Bilanz IAA 2009

— 28.09.2009

Besser als erwartet

Weniger Besucher als im Rekordjahr 2007, aber mehr als erwartet. Die IAA 2009 hat bewegt. Rund 850.000 Autofans pilgerten nach Frankfurt. Der VDA zeigt sich sehr zufrieden.

(dpa/sb) Die weltgrößte Automesse ist zu Ende und wie erwartet fällt das Fazit positiv aus: Die IAA hat 2009 rund 850.000 Besucher nach Frankfurt gelockt. Damit verpasste die 63. Internationale Automobil-Ausstellung die Rekordzahlen von knapp einer Million Gästen aus dem Jahr 2007 zwar deutlich. Gleichzeitig kamen an den elf Messetagen aber weit mehr als die 750.000 Besucher, die der Verband der Automobilindustrie (VDA) erwartet hatte. Der Verband zeigte sich angesichts "der tiefsten Krise der Automobilindustrie seit Menschen Gedenken" mit den Zahlen sehr zufrieden. "Die 63. IAA hat alle unsere Erwartungen deutlich übertroffen. Die weltweit wichtigste Mobilitätsmesse hat sich in einem sehr schwierigen Umfeld als Publikumsmagnet erwiesen", zog VDA-Präsident Matthias Wissmann zum Abschluss Bilanz.

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Auch die 781 Hersteller und Zulieferer seien mit der IAA sehr zufrieden. Wer nicht gekommen sei, werde dies bereuen, sagte Wissmann zum Rückgang bei den Ausstellerzahlen um knapp 30 Prozent. Nach einer Umfrage des Verbandes plane jeder vierte Besucher, sich im nächsten halben Jahr einen Wagen zu kaufen. "Es macht wenig Sinn, sich an der IAA 2007, die in einer Zeit der Hochkonjunktur stattgefunden hatte, zu orientieren. Die Rahmenbedingungen haben sich völlig verändert", betonte Wissmann. Das Besucher-Minus sei vor allem darauf zurückzuführen, dass die ausstellenden Firmen aus Kostengründen mit ihren Kundeneinladungen zur IAA extrem zurückhaltend gewesen seien. Die Firmeneinladungen gingen nach den Angaben um etwa 40 Prozent zurück, insgesamt vermeldete der VDA ein Minus von knapp 13 Prozent. "Beim breiten Publikum, dass seine Karte an der Kasse kauft, haben wir nur einen Rückgang von fünf Prozent", sagte Wissmann.

Kritik von Umweltschützern

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Mit 100 Weltpremieren der Hersteller und 87 Weltneuheiten der Zulieferer habe sich die IAA positiv vom Wettbewerb abgesetzt. "Nirgendwo sonst wird dem Besucher ein solch eindrucksvolles Innovationsfeuerwerk geboten wie hier in Frankfurt." Der VDA hatte die 63. IAA zur "grünen Messe" ausgerufen. Die Aussteller präsentierten sparsame Fahrzeuge mit effizienteren Verbrennungsmotoren und alternativen Antrieben vom Hybrid bis zum reinen Elektroauto und von der Brennstoffzelle bis zum Wasserstoff. Wissmann wies die Kritik von Umweltschützern zurück, in Frankfurt seien immer noch zu viele Spritfresser mit hohem Kohlendioxid-Ausstoß ausgestellt. Hauptsächlich beklagten sie, dass Fahrzeuge mit weniger als drei Litern Verbrauch oder mit alternativen Antrieben derzeit nur der Imagepflege dienten. Wissmann verteidigte die Industrie: "Wer ein 3-Liter-Auto für den Massenmarkt anbietet, kann andererseits auch einen 12-Zylinder-Sportwagen mit gutem Gewissen präsentieren, ohne sich dafür entschuldigen zu müssen."

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