BMW-X5-Kopie ShuangHuan CEO — 11.07.2008

Gefälschte Papiere?

Nach einem handfesten Rechtsstreit wegen Plagiatsvorwürfen gibt es jetzt neuen Ärger um die X5-Kopie ShuangHuan CEO: Diesmal geht es um die Abgasnorm Euro 4. Die schafft das China-Plagiat offenbar gar nicht.

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg prüft, ob bei der chinesischen BMW-X5-Kopie ShuangHuan CEO Zulassungsvorschriften umgangen worden sind. Die Behörde hatte festgestellt, dass für einzelne Fahrzeuge mit bivalentem Autogas- und Benzinantrieb möglicherweise keine "Certificats of Confirmity" hätten ausgestellt werden dürfen. Diese jedem Neuwagen beigefügte Übereinstimmungserklärung mit der europaweit gültigen Typenzulassung hätte sich nur auf reine Benziner, nicht aber auf bivalente Fahrzeuge beziehen dürfen. Bei Nachmessungen des Prüflabors Fakt hat ein CEO die Abgasgrenzwerte zum Teil um das Zweieinhalbfache überschritten und damit die Abgasnorm Euro 4 weit verfehlt. Diese aber ist für Neuzulassungen innerhalb der EU vorgeschrieben.

Der ShuangHuan-Importeur, China Automobile Deutschland (CAD), bestreitet, dass der CEO in Deutschland nicht zulassungsfähig ist. "Unsere Fahrzeuge erfüllen die gesetzlichen Vorschriften", sagt Firmenchef Karl Schlössl (Foto). Die in der Kritik stehenden "womöglich veralteten Modelle" befänden sich bei einem Händler, nur eines stamme ursprünglich von CAD. "Vielleicht ist da was kaputt", so Schlössl.

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