Bürstner Aviano i 727: Wohnmobil-Test
Eine Nummer größer

Der runderneuerte Aviano bildet den Einstieg in die integrierte Welt von Bürstner. AUTO BILD REISEMOBIL hat ihn getestet.
Das ist er: Ein stattlicher Kerl, gut siebeneinhalb Meter lang und vier Tonnen schwer. Ein Wohnmobil eher für ältere Camper, deren Führerschein sich nicht auf 3,5 Tonnen zulässige Gesamtmasse beschränkt. Und einer, der vom neuzeitlichen Wirtschaftswunder jener Generation profitiert, die noch in Mark rechnet und dabei nicht so genau auf den Euro achten muss. Denn, da sind wir uns einig, bei einem Startpreis von gut 72.500 Euro fängt der Spaß natürlich erst an. Für dieses kleine Vermögen bekommt man ein üppiges Reisemobil mit geräumigem, hochwertigem Interieur und gehobener Ausstattung (u.a. Busspiegel, Rückfahrkamera, Zentralverriegelung für Fahrerhaus- und Aufbautür, winterfester Abwassertank).
Beim Ausweichtest wirkt der Aviano schwerfällig

Sicher: Die Wankbewegungen unseres Testwagens halten sich in Grenzen.
Bild: Roman Raetzke
Der Tisch besitzt eine verschiebbare Platte
Das hat er: Gaaanz viel Platz. Dazu ein luftiges Raumgefühl und eine freundliche Einrichtung mit unterschiedlich hellen Holztönen. Möbelklappen in glänzendem Schleiflack-Look und helle Polster bilden einen Kontrast, wie es gerade en vogue ist. Zur Raumaufteilung: L-förmige Sitzgruppe mit gegenüberliegendem Einzelplatz und die beiden Pilotensitze ermöglichen eine gemütliche Runde. Die stabile Tischplatte kann nach Bedarf verschoben werden. Das große graue Kissen der Zweierbank sieht zwar fluffig aus, drückt den Passagieren aber ins Kreuz. Im Obergeschoss wartet noch ein bequemes Hubbett auf seinen Einsatz. Es wird während der Fahrt mit zwei Gurten unter der Decke gesichert. Nicht so schön: die Stolperfalle in Form einer Stufe zwischen Fahrerhaus und Wohnraum.
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Behaglich: Das Heck-Schlafzimmer bietet ein Queensbett, kleine Kleiderschränke rechts und links sowie Stauschränke oben.
Bild: Roman Raetzke
Fazit
Groß, geräumig, hell und freundlich – der Aviano ist ein Dickschiff mit Charme. Und ein umgängliches, denn auch sein Fahrverhalten ist ohne Fehl und Tadel. Nur ein paar Kleinigkeiten nerven: zwei Stolperstufen im Innenraum, eine Plastikwanne als Waschbecken im WC – und die Klappergeräusche. Urteil: vier von fünf Punkten.
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