Chevrolet Corvette: Tuning von Pogea
— 24.01.2012Fette Vette, Wetten?!
Alte Autos sind eine feine Sache, wenn da nur die anfällige Technik nicht wäre. Veredler Pogea Racing löst das Problem auf eigenwillige Art und Weise: Er verheiratet eine 59er Corvette mit topmoderner Technik.
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Am ausgestellten Heck sollt ihr sie erkennen: Echte 485 Pferdestärken reizen zu genussvollen Ausflügen mit dem Chevy-Sportler. Egal bei welchem Wetter.
Klassik gegen Moderne – das Ergebnis fasziniert
Womit wir bei der zweiten Tatsache angelangt sind, die den speziellen Reiz des Projekts ausmacht: Pogea schickt den ab Werk verbauten V8 in Rente und implantiert stattdessen in mühevoller Arbeit den seit 2008 in der aktuellen Corvette C6 verbauten LS3-Achtzylinder mit 6,2 Liter Hubraum, der nach diversen Eingriffen wie schärferer Nockenwelle, offener Ansaugung mit offenem Konusfilter und Einspritzventilen aus der Corvette Z06 jetzt explosive 485 Pferdestärken und 585 Newtonmeter Drehmoment an die Hinterachse weiterreicht. Diese verfügt über ein kurz übersetztes Dana-44-Differenzial, das ein maximales Drehmoment von bis zu 1000 Newtonmetern verträgt. Würde Pogea derlei Performance auf den Serienrahmen von 1959 loslassen, der damals maximal 290 PS zu verkraften hatte, wäre das Debakel programmiert. Unter dem Fiberglas steckt deshalb ein eigens für das Projekt von Pogea Racing und Hot-Rod-Designguru Chip Foose entwickelter Rohrrahmen, der Verwindungen jedweder Art komplett vermeiden soll. Dass dem wirklich so ist, davon durfte sich der Verfasser dieser Zeilen selbst überzeugen.ANZEIGE
Chip Foose mischt mit
Allzu groß gewachsen darf man als Besitzer eine Corvette von 1959 nicht sein. Meine 1,86 Meter falte ich gerade so hinter das Vallelunga-Lenkrad an der neuen Lenksäule, dabei fällt mein Blick auf die neuen Instrumente mit km/h-Bogentacho und dem mittig platzierten Drehzahlmesser. Das Alpine-Multimediasystem mit Touchscreen in der Mittelkonsole bleibt im Schlummermodus, viel zu gespannt bin ich auf den Klang des modernisierten Klassikers. Einen kurzen Schlüsseldreh später weiß ich einmal mehr, warum mein Herz für V8 schlägt: Der Aluminiummotor brüllt seine ungezügelte Power über Edelbrock-Abgaskrümmer mit 45 Millimeter Rohrdurchmesser und eine 76 Millimeter dicke Edelstahlanlage nur leicht gefiltert heraus, saugt dabei dank High-Flow-Pumpe seinen Lebenssaft in gierigen Zügen aus dem Tank. Schon auf den ersten Metern zeigt sich die liebevolle und auch im Detail perfekte Umsetzung des Pogea-Projekts: Das Gewindefahrwerk macht Kurven zu Geraden, die aus der aktuellen Corvette entnommene Bremsanlage jeden Verzögerungsvorgang zum Vergnügen.Brachiale Beschleunigung, infernalischer Klang
Man kann nicht alles haben: Viel rotes Leder, aber keine Airbags, kein ESP, kein ABS und lediglich Beckengurte.
ZUR AKTUELLEN AUSGABE
225.000 Euro kostet das einzigartige Gefährt. "Sonderwünsche des Besitzers haben den Preis in irrwitzige Höhen getrieben", erklärt Eduard Pogea. "Ein etwas weniger spektakulärer Umbau würde – bei ähnlicher Performance – mit einem Gesamtpreis von 80- bis 100.000 Euro zu Buche schlagen." Wir sind begeistert: Konfrontationen zwischen Klassik und Moderne gehen schließlich nicht immer gut aus, wie uns die Vergangenheit schön des Öfteren gezeigt hat. Im Falle von Eduard Pogea, seinem Team und der Corvette auf diesen Seiten aber stimmt die Mischung. Der Veredler aus Friedrichshafen baut den ohnehin sehenswerten Sportwagen von 1959 tatsächlich zum Gesamtkunstwerk um.
Dieser Artikel stammt aus AUTO BILD SPORTSCARS
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29.01.2012 00:35Uhr
27.01.2012 09:46Uhr
Genau so etwas will ich fahren.
Leider gehöre ich zu denjenigen, die hinter Autos über 15.000,- nur hergucken können und sich fragen, wie ein Mensch in seinem Leben so viel Geld zur Verfügung haben kann?
Aber sei es Ihnen gegönnt. Allein der Sound im Vorbeifahren und dann das Desgin erfreuen mich augenblicklich.
26.01.2012 12:37Uhr
Super Kommentar! (Facepalm)
Das ist doch kein 0815-Auto das durch den Winter gefahren wird.
25.01.2012 08:27Uhr
25.01.2012 00:49Uhr