Dachtransport

Das dürfen Sie laden Das dürfen Sie laden

Dachtransport

— 06.08.2004

Das dürfen Sie laden

Was aufs Dach darf, regeln der Verstand, der Hersteller und der Gesetzgeber. Tipps, wie Sie ihr Urlaubsgebäck sicher verstauen.

Auch das Beladen regelt die StVO

Rauf damit – aber schnell und ohne viel Nachdenken. Dass das Fahrrad gut gesichert sein muss, ist klar; beim Umzug durch die Stadt oder beim Koffertransport in den Urlaub wird allerdings gerne improvisiert. Wird schon schief gehen ...

Im schlimmsten Fall verabschiedet sich die Ladung in der ersten Kurve Richtung Gegenverkehr, im besten Fall stoppt ein Polizist die Fuhre noch vor dem Unglück. Vermutlich wird er dann den Paragraphen 22 der Straßenverkehrsordnung zitieren. Denn der beschreibt genau, wie zu laden ist. • Die maximale Breite darf nicht mehr als 2,55 Meter betragen. • Die Höhe von Fahrzeug und Ladung ist auf vier Meter begrenzt. • Die Ladung darf bis zu einer Höhe von 2,5 Metern nicht nach vorn über das Fahrzeug hinausragen, so wird kein Fußgänger verletzt; nach hinten bis zu 1,5 Meter. Ausnahme: Ist die geplante Wegstrecke kürzer als 100 Kilometer, darf die Ladung auch bis zu drei Meter hinausragen.

So weit das Gesetz. Dass die Ladung mit geeigneten Trägern und Spanngurten zu befestigen ist, sagt schon der Verstand. Wir empfehlen ein für das Auto geeignetes Trägersystem mit Adaptern für jeden gewünschten Zweck. Also Radträger, Skiträger und – sofern für den Familienurlaub gewünscht – eine Dachbox. Die stabilen Kunststoff- Container sind sehr leicht und beanspruchen so nur einen Bruchteil der höchstzulässigen Dachzuladung. Die wiederum regelt der Autohersteller und informiert dazu in der Bedienungsanleitung.

Schlamperei bringt Bußgeld und Punkte

Ob Dachbox oder andere Last, die Ladung sollte nicht rutschen und der Schwerpunkt zur Verringerung der Kippgefahr möglichst tief sein. Klar, dass die Dachlast so bald wie möglich wieder entfernt wird. Sie verschlechtert den Luftwiderstand und führt zu unnötig höherem Kraftstoffverbrauch (bis zu 1,5 l/100 km).

Wer es mit den Tipps nicht so genau nimmt, riskiert nicht nur einen Unfall. Verstöße gegen den § 22 StVO sanktioniert der Gesetzgeber mit bis zu 50 Euro Bußgeld, im Falle einer Gefährdung auch mit drei Punkten. Eine Fahrzeugüberladung kann zu den Punkten zusätzlich bis zu 125 Euro kosten. Teuer? Sicher, aber nichts gegen das Leid, das ein Unfall für den Fahrer und alle Beteiligten bringen kann.

2003 hat AUTO BILD alle gängigen Dachboxen getestet. Der eindeutige Sieger kam aus dem Hause Kamei: Grizzly XL erhielt das Prädikat "Preis-Leistungs-Sieger". Die Box kann in beiden Richtungen montiert werden und kostet 270 Euro. Damit war sie auch die billigste Box im Test. Der teuerste Container kam von Thule North Cape (660 Euro) und erhielt die Bewertung "gut".

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