Drift-Challenge
Wer fährt am besten quer?

Front oder Mittelmotor, Hinterrad- oder Allradantrieb – mit fünf aktuellen Sportmodellen klären wir die Frage, welches Konzept sich am besten quer durch die Kurven scheuchen lässt. Die armen Reifen!
- Frank Wiesmann
- Guido Naumann
Es ist keinesfalls die schnellste, aber für viele die unterhaltsamste Art des Aufenthalts im Grenzbereich: das Driften. Das gekonnte Zusammenspiel von Radschlupf und Lenkwinkel ist zwar der lebensbedrohende Feind jedes Reifens, macht aber ungemein Spaß. Mehr noch: Durch den künstlich destabilisierten Fahrzustand verfeinert man seine Fahrkünste – und lernt viel über die fahrdynamische Abstimmung eines Autos. Doch welches Konzept eignet sich am besten für die Quertreiberei? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, haben wir fünf aktuelle Sportwagen zum qualmenden Tanz gebeten. Alle treten auf serienmäßiger Rad-Reifen-Kombination an, damit das markentypische Fahrverhalten auch im Drift gewahrt bleibt und nicht etwa durch einen anderen Reifentyp verändert wird.
Driftsüchtige AUTO BILD SPORTSCARS-Redakteure

Extremkönner: Der Jaguar F-Type V8 S schüttelt die Drifts lässigst aus dem Ärmel.
Bild: Ronald Sassen
Fazit
Nicht nur sein souveränes Drehmoment beschert dem Jaguar die Drift-Krone. Auch seine beherrschbare Übersteuertendenz bei Lastwechseln hilft, den Briten stets optimal zu positionieren. Letzteres gilt auch für den Toyota, dessen wenig haftstarke Reifen die mangelnde Leistung aber nur bei niedrigem Tempo kompensieren können. Spitz zu fahren: der Porsche Cayman. Bei ihm muss der Fahrer permanent den hohen mechanischen Grip überlisten, um querzufahren. Dem BMW fehlt drifttechnisch gesehen fahrdynamischer Feinschliff, der anspruchsvolle R8 ist nur etwas für Fortgeschrittene.
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