Erste Bilder Mercedes SLS AMG — AUTO BILD 28/2009 — 13.07.2009

Geflügelter Auftritt

Mercedes SLS AMG Flügeltürer
Messe-Star mit Mütze: Der 571 PS starke Mercedes SLS wird 165.000 Euro kosten. Offiziell sollte er eigentlich erst im September 2009 in Frankfurt zu sehen sein.
Zur IAA 2009 übernimmt bei Mercedes die Abteilung Attacke das Steuer. Der Mercedes SLS AMG wandelt auf den Spuren des legendären Flügeltürers. autobild.de zeigt exklusiv die ersten ungetarnten Bilder.
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Von Jochen Knecht Grün will sie sein, die IAA 2009. Natürlich. Spritsparer, Hybrid-Fahrzeuge und Elektroautos werden es sein, die auf den Messeständen im Rampenlicht stehen. Das gebietet der Puls der Zeit. Und die Vernunft. Noch hat es aber nicht geschlagen, das letzte Stündlein der PS-gewaltigen Traumwagen. Bestes Beispiel: der Mercedes SLS AMG, der zweifellos den größten IAA-Auflauf erzielen wird. Ganz ohne Leichtlauf-Reifen und lang übersetztem Spritspar-Gang. Und ohne Elektroantrieb. Vorerst. Denn der, so AMG-Chef Volker Mornhinweg, sei fest eingeplant. eDrive heißt die Idee: Akkus, wo jetzt noch die Antriebswelle rotiert, Elektromotoren in den Rädern. Fertig wäre der Elektro-SLS. Wow. Noch aber Zukunftsmusik.
Der Look des Mercedes SLS AMG gibt die Richtung für andere Sportler vor
Das spitze Heck ist wie die Türen historisch inspiriert. Es erinnert an den 300 SL der 50er.
Das spitze Heck ist wie die Türen historisch inspiriert. Es erinnert an den 300 SL der 50er.
Denn die Neuauflage des legendären Flügeltürers 300 SL von 1954 trägt zum Start ein 6,3 Liter großes und 571 PS starkes Kleinkraftwerk unter der unverschämt langen Haube. Davor prangt stolz der dicke Mercedes-Stern im großen Kühler-Maul – links und rechts gehalten von zwei chrombesetzten Schwingen. Retro-Look, ätzen die Einen. Flügeltürer-Insignien, staunen die Anderen. So oder so ein Blick in die Zukunft aller sportlichen Sternen-Krieger – unter anderem auch in die des nächsten Mercedes SLK. Der ist aber nicht nur in Sachen Abmessungen im Vergleich mit dem SLS ein ganz kleines Licht. Für den Sprint von null auf 100 km/h nimmt sich der komplett bei Werkstuner AMG entwickelte Supersportler schlappe 3,8 Sekunden Zeit. Der Vorwärtsdrang endet erst bei 315 km/h. Hinterherfahrer – und das werden gefühlte 99 Prozent der automobilen Bevölkerung sein – bleibt der Blick aufs propere SLS-Heck. Spitz geformt, mit einem Stern verziert und natürlich ebenfalls vom 300 SL inspiriert.
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Die Kehrseite der Medaille beginnt, wenn der Kundenberater die Rechnung bringt: 165.000 Euro soll der Mercedes SLS AMG kosten. Kaum mehr als eine ungefähre Größe. Gegen entsprechende Bezahlung können SLS-Eigner ihren Flügeltürer nämlich schöner machen. Und leichter. Und damit schneller. Leichtere Sitze, feines Carbon im Cockpit, superleichte 20-Zoll-Alus – Zutaten, um beim Tanz auf der Rasierklinge so wenige Pfunde wie möglich mit sich herumzuschleppen. Dass dabei mehrere tausend Euro auf der Strecke bleiben – geschenkt. So ein Flügeltürer ist ein Statussymbol. Das war 1954 so. Und das wird auch Ende 2010 nicht anders sein.

Mehr zu den neuen Mercedes-Modellen und den Stars der IAA 2009 in AUTO BILD 28/2009!

Kommentare zum Artikel (28)

Das sehen Sie auch so? Oder anders? Diskutieren Sie mit!
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Chris,
13.07.2009 10:51Uhr
Geniales Heck. Vorne hätten mir runde Scheinwerfer besser gefallen. Eintrag melden
jochen24,
13.07.2009 11:26Uhr
Die Scheinwerfer vorne sehen aus wie vom Nissan GT/R und das Heck wie vom Alfa Brera. Schön aber nichts neues. Schade eigentlich.

Noch eine kleine Geschmackszugabe von mir:
Das Cockpit ist wieder mal Mercedestypisch ziehmlich hässlich.
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bastian,
13.07.2009 11:59Uhr
@jochen24: stimme dir voll und ganz zu.

bissl mehr eigenständiges design hätte dem sls net geschadet, somit ein recht langweilliges auto welches aber trotzdem kundschaft finden wird!
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moe,
13.07.2009 12:33Uhr
mir hätten runde scheinwerfer auch besser gefallen, aber sonst ist der sls ein gelungendes auto Eintrag melden
lil_eddie,
13.07.2009 12:54Uhr
Ein geiles Auto und die Antwort auf den Audi R8!
Mehr Eigenständigkeit geht nicht wenn es ein Mercedes bleiben soll.
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