Noch 2200 Kurven bis Nizza

Fahraktion: Mazda MX-5

— 16.10.2015

Noch 2200 Kurven bis Nizza

Mazda hat drei AUTO BILD-Leser eingeladen: Dabei erlebten sie die schönste Kurbelei, seit es den MX-5 gibt.

"Jetzt machen wir unser Dach aber auch auf", sagt Sascha Votteler. Die Sonne blitzt aus den Wolken hervor und bringt uns unter dem Verdeck des roten Mazda MX-5 zum Schwitzen. Gerade passieren wir bei Garmisch-Partenkirchen die deutsch-österreichische Grenze. Achim Gulde und Robert Binzel im MX-5 vor uns sind härter: Trotz zehn Grad am Morgen fahren sie offen, seit die große Mazda-Tour "Kurve deines Lebens" am Münchener Flughafen startete. Die drei AUTO BILD-Leser haben sich aufgemacht an die Côte d’Azur. Das Navi ist programmiert bis Nizza: Zwischen ihnen und dem blauen Mittelmeer liegen vier Tage, 1281 Kilometer und rund 2200 Kurven. Eine wunderbar unvernünftige Reise, deren kurvenreicher Weg das Ziel ist.

Tag 1: Timmelsjoch, Meran, Umbrailpass, Bormio


Die drei AUTO BILD-Gewinner: Achim Gulde, Sascha Votteler und Robert Binzel (v. l. n. r.).

Kaum sind die ersten größeren Erhebungen in Sicht, juckt es die drei glücklichen Gewinner in den Gasfüßen. Klar, wir fahren legal und strikt nach Tempolimit, aber die Freude an Kurven hat ja nix mit Highspeed zu tun. Schon im noch milden Geschlängel des Ötztals macht die Suche nach der Ideallinie riesigen Spaß. Die Mittagspause wird trotz großer Schnitzel ziemlich kurz, die Jungs wollen wieder auf die Straße, auf den ersten Pass des Tages: Wie am Gummiband gezogen, schrauben sich die Mazda auf das 2509 Meter hohe Timmelsjoch. Der Gipfel liegt zwar noch in einer dichten Wolkensuppe, doch nur zwei Tunnel später reißt der Himmel auf und gibt auf der Südseite den Blick in das atemberaubende Tal frei:

Video: Mazda MX-5 (2015)

2200 Kurven im Roadster

Italien heißt uns willkommen, Südtirol, genauer gesagt. Und hier ist echtes Cabriowetter. Mit herzerwärmenden 23 Grad empfängt uns der Vinschgau wenig später mit einer Landschaft, die ein Panorama-Experte um unsere Roadster herum gemalt haben könnte. Eigentlich soll heute noch das Stilfserjoch erklommen werden – das ist aber leider gesperrt. Macht nix: Wir weichen über den Umbrailpass in der Schweiz aus. Freudenspendende Serpentinen gibt's schließlich überall. Solche, auf denen der MX-5 seinen Benutzern zeigen kann, dass alle großen Dinge leicht sind. Mit strahlenden Gesichtern treffen sich die Kurvenstars beim Abendessen im Hotel in Bormio wieder. Und dann besprechen sie wirklich jeden Streckenabschnitt einzeln. Die Jungs sollten einen Streckenführer für Roadster-Verrückte schreiben.

Tag 2: Sankt Moritz,
 San Bernardino, Turin


Kurvenreich geht es am zweiten Tag von Bormio nach St. Moritz.

Bereits um acht Uhr morgens sind die Dächer wieder nach hinten geworfen. Treffpunkt Tankstelle, neue Energie für den Roadster, bevor es über viele Serpentinen des Passo del Foscagno Richtung Sankt Moritz geht. Schön hier, aber kein Platz zum Bleiben, nur zum Mittagessen. Danach geht es  schnell weiter: Passo del Maloja, Splügenpass, San Bernardino. Kurbeln, bis der Arzt kommt. Oder wenigstens der Physiotherapeut. Gar nicht schlimm also, dass der Abschnitt Como–Mailand–Turin als nackenmuskelfreundliche Autobahnkilometer im Roadbook steht.


Tag 3: Col d’Izoard, Col de la Bonette, Col de Turini

Als "Höchste Straße Europas" bezeichnet die Region den 2802 Meter hohen Col de la Bonette.

"Diese Gegend kenn ich aus dem TV", verrät Sascha Votteler aus Berlin, als es uns an Tag drei auf die Spuren von Tour de France und Rallye Monte Carlo verschlägt. Und obwohl wir weder in die Pedale treten noch die Schnellsten bei der Nacht der langen Messer sein müssen, flößt uns der Col de la Bonette allerhand Ehrfurcht ein: Die Aussicht auf 2802 Metern ist grandios. "Was für eine Mondlandschaft", staunt Robert. Der Col de Turini zeigt, warum selbst Rallye-Haudegen seinen Namen flüsternd oder schreiend nennen: Die Straße ist so glitschig und nass, dass wir sie nur mit äußerster Vorsicht passieren können. Freier Blick aufs Mittelmeer, das Edelambiente von Monte Carlo und das asiatische Essen in der Buddah Bar entschädigen uns aber großzügig.


Tag 4: Monte Carlo, Nizza

Die Loews-Kurve in Monte Carlo.

Die Eile ist raus, die letzte Straßenkrümmung bald besiegt: Auf dem Weg nach Nizza ist aber noch eine Spitzkehre Pflicht und Ehrensache: Die Loews- Kurve in Monte Carlo entlang des Hotels Fairmont ist nicht nur Formel-1-Fans bekannt. Mit Wehmut cruisen die Mazda-Fahrer dann weiter über die Küstenstraße zwischen Monaco und Nizza. Nur noch 34 Kilometer bis zum Flughafen. Viel zu wenig Zeit, um die Kurve unseres Lebens zu küren. Als wir den MX-5 abstellen, verabschieden wir uns wie von einem Kumpel.

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