Fahrbericht Radical SR3
Suzis radikaler Bruder

Der neue Radical SR3 ist durch radikalen Leichtbau ein Porsche-Killer par excellence. Unter seiner knackigen Kunstfaserhaut wütet der auf 260 PS gedopte Motor der Suzuki Hayabusa. Erste Ausfahrt im portugiesischen Portimão.
8000 Touren. Der Motor schiebt und schiebt. 9000, 10.000 Umdrehungen. Kreischen mischt sich unter den satten Motorradsound. Mein Kopf zittert im Fahrtwind. Immer stärker wehen die Böen, die Kopf und Helm nach hinten drücken. 11.000 Touren. Schaltalarm! Kurz die metallisch-blanke Schaltwippe rechts hinterm Lenkrad einmal zu mir hinziehen. Bam! Sechster und letzter Gang. Entspannte Cabrio-Ausfahrten fühlen sich anders an. Weniger radikal. Aber: Beim Radical SR3 ist der Name Programm. Oben offen, zwei knallharte Schalensitze, blankes Metall im Innenraum. Weder Traktionskontrolle noch Ablagen oder Kofferraum.
Die Zulassung soll so einfach werden wie bei einem x-beliebigen Pkw

Bild: Paulo Maria/AUTO FOCO

Bild: Paulo Maria/AUTO FOCO
Rennwagen ohne Ende
Fuß vom Gas, aufs Bremspedal. Sofort hänge ich in den Hosenträgergurten wie ein Thunfisch im Schleppnetz. Mit der Linken schalte ich nun an der Schaltwippe Gang für Gang runter. Die 5000 Euro Aufpreis teure Betätigungsautomatik des Hayabusa-Getriebes quittiert jeden Wechsel mit einem herzhaften Gasstoß, damit der Motor so hoch dreht, dass er beim automatischen Einkuppeln die Hinterachse nicht zum Blockieren bringt. Die Alltags- tauglichkeit des SR3 sei dahingestellt. Doch die geplante Zulassung würde Touristenfahrten auf Rennstrecken wie dem Nürburgring ermöglichen. Um dort vielleicht Schwester Suzi zu jagen.
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