Für Pendler an Rhein und Ruhr kommt dieses Ergebnis wenig überraschend: Nach einer aktuellen Pkw-Bestandszählung des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA), umgelegt auf die Straßenkilometer der jeweiligen Bundesländer, sind die Fahrbahnen tief im Westen so voll wie nirgendwo anders. Auf einen Kilometer Strecke kommen in Nordrhein-Westalen demnach 310 Autos. Anders ausgedrückt: Die Gesamtlänge der gemeldeten Fahrzeuge ist dort theoretisch länger als die zur Verfügung stehende Strecke.
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Der Pkw-Bestand der Bundesländer unterscheidet sich teils erheblich.
Bild: Jan Woitas/dpa
Fast viermal so viel Platz haben dagegen die Einwohner Mecklenburg-Vorpommerns für ihr Fahrvergnügen. Auch die ostdeutschen Länder Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen erfüllen mit ihrer geringen Pkw-Dichte die Voraussetzung für ein vergleichsweise staufreies Vorankommen. Im Westen kann da nur Rheinland-Pfalz mithalten. Dem Autostaat Bayern mit mehr als sieben Millionen gemeldeten Pkw kommt sein dichtes Straßennetz zugute. Die wenigsten Autos, aber eben auch das mit Abstand dünnste Streckennetz unter den Flächenländern sind im Saarland zu finden.