FIA verschiebt Elektronik-Verbot

FIA verschiebt Elektronik-Verbot

— 28.03.2003

Schumi fährt weiter mit Automatik

Das Aus für elektronische Fahrhilfen in der Formel 1 kommt erst 2004, hat der Internationale Automobilverband (FIA) beschlossen.

Der Internationale Automobilverband (FIA) hat das geplante Elektronik-Verbot in der Formel 1 bereits zum zweiten Mal innerhalb von zehn Wochen verschoben und nun erst für die Saison 2004 vorgesehen. Überraschend informierte die FIA die Teams, dass die Änderung über sieben Monate später als bisher gedacht eingeführt wird. Demnach sollen die Elektronik-Hilfen wie Traktionskontrolle, Startautomatik und vollautomatisches Getriebe erst beim ersten Rennen der kommenden Saison nicht mehr erlaubt sein. Nach den bisherigen Plänen hätte das Verbot noch in der aktuellen Saison beim Großen Preis von Großbritannien am 20. Juli 2003 in Silverstone in Kraft treten sollen.

"Die nötigen technischen Vorrichtungen, die die Abwesenheit der Fahrhilfen sicherstellen sollen, erfordern umfangreiche Investitionen", begründete die FIA die Entscheidung. Außerdem führte der Weltverband das von McLaren und Williams wegen des neuen Reglements angestrengte Schiedsgerichtsverfahren als Argument an. "Folglich wird die vollständige Durchsetzung des lang geplanten Fahrhilfen-Verbots bis zum ersten Rennen der Saison 2004 verschoben", hieß es weiter in der Erklärung.

Den Betroffenen bereitet die Änderung offenbar keine Schwierigkeit, da nur die bestehenden Vorgaben fortgeführt würden. "Dies ist eine erneute Änderung des technischen Reglements. Da es aber de facto nur eine Fortsetzung der aktuellen Regeln für die gesamte Saison ist, ergibt sich dadurch kein Problem für das BMW-Williams F1 Team", sagte Mario Theissen, der Motorsportdirektor bei BMW, in einer ersten Reaktion.

Den jüngsten Beschluss dürfen die Rennställe, die sich am deutlichsten gegen die von FIA-Präsident Max Mosley durchgesetzten Regeln ausgesprochen hatten, womöglich als Teilerfolg verbuchen. McLaren und Williams hatten Mosley "diktatorische Methoden" vorgeworfen. Die beiden Teams hatten deshalb das Schiedsgericht, die Internationale Handelskammer in Lausanne, angerufen. Dem Vernehmen nach kann es bis zu einem Jahr dauern, bis der Fall entschieden ist.

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