Ford Mustang Shelby GT500 (2012): LA Auto Show 2011

— 15.11.2011

Das neue Doping-Pony

Die LA Auto Show ist der richtige Platz für potentes PS-Geprotze. Wie das geht, zeigt der neue Shelby GT500: Mit 650 PS und mehr als 800 Newtonmeter Drehmoment lässt er die Muskeln spielen.

Fords Haustuner Shelby trumpft auf der LA Auto Show 2011 groß auf. Das müssen die PS-Nerds auch, denn sich von Chevrolets 587 PS starkem ZL1 Cabrio die Show stehlen zu lassen, geht natürlich überhaupt nicht. Deshalb glitzert in Los Angeles nun der neue Mustang Shelby GT500 im Scheinwerferlicht – zur Freude der Besucher. Denn während hierzulande ein aufgeladener V8 mit 560 PS als echtes Kraftpaket gilt, fängt das muntere Leistungsgerangel in den USA in dieser Größenordnung erst an. Stramme 650 PS und über 800 Newtonmeter Drehmoment liefert der Kompressor-V8 des 2012er Shelby GT500. Das sind mal eben 92 PS mehr als der Vorgänger leistete. Über 320 km/h soll der Mustang nun schnell werden. Kein Wunder, dass sich Ford stolz auf die Brust schlägt und den "stärksten Serien-V8 der Welt" feiert.

Überblick: Die Stars der LA Auto Show 2011

So einen Leistungssprung muss man sich hart erarbeiten, und so wurde fast jedes Teil des Antriebsstrangs überarbeitet und optimiert. Dazu gehören unter anderem ein neuer Kompressor und eine neue Kohlefaser-Kardanwelle. Ebenfalls angepasst wurden Kupplung, Sechsgang-Getriebe, Achsen sowie das Kühlsystem. Die Optik wurde nur dezent verändert: So bringt der LA-Debütant etwa eine neue, aerodynamisch optimierte Frontschürze und vier anstatt wie bisher zwei Endrohre mit. Hinter den neuen geschmiedeten Aluräder – 19 Zoll vorne, 20 Zoll hinten – versteckt sich eine Brembo-Bremsanlage.

Um die Dynamik verdient macht sich ein neues Launch-Control-System, das sowohl Motorsteuerung als auch Traktionskontrolle befehligt. Der Fahrer kann die beim Start gewünschte Traktion je nach Reifentemperatur, Straßenbelag oder anderen Bedingungen bestimmen. Auch ein High-Performer wie der GT500 kann sich immer noch etwas steigern. Dann nämlich, wenn man ihm das optionale "Performance Pack" zur Verfügung stellt. In diesem Fall hilft ein Torsen-Sperrdifferential, die Kraft noch sauberer auf die Straße zu bringen. Als weitere Modifikation gesellen sich elektronisch verstellbare Bilstein-Dämpfer mit den Modi "Normal" und "Sport" dazu. Doch die Shelby-Tüftler hören noch immer nicht auf: Für den sportlichen Einsatz lässt sich zum Performance Pack zusätzlich noch das Track Package kombinieren. Es  umfasst einen zusätzlichen Öl-Kühler, einen weiteren Kühler für das Hinterachs-Differiezial und fürs Getriebe. In der Summe sollen diese Maßnahmen dazu beitragen, dass der neue GT500 auch unter Volllast auf der Strecke nicht überhitzt.
Autor:

Stephanie Kriebel

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Kommentare zum Artikel (3)

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Niki
16.11.2011, 18:45Uhr

Wenn ich mal groß und reich werde..

Hinterachse
15.11.2011, 20:43Uhr

@Dermax: Blattfedern hat der Mustang schon lange nicht mehr. Ganz normale Schraubenfedern. Sein Problem ist, dass er eine Starachse hat statt Einzelradaufhängung hinten.
Die Corvette hat aus Gewichtsgründen Quer!-Blattfedern aus Kunststoff. Die funktionieren aber dank des ansonsten modernem Fahrwerks aber auch sehr ordentlich.

Vllt. hast du das verwechselt.

Dermax
15.11.2011, 17:34Uhr

Das bringt aber alles nix, wenn an der Hinterachse noch immer Blattfedern verbaut sind...

Seite 1

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