Formel 1 mit Passagieren — 20.01.2009
Rasender Mini-Bus
Kein Scherz: Diese Stretch-Version eines Formel-1-Rennwagens kann richtig fahren, und zwar bis zu 482 km/h schnell. Sagt zumindest der Tuner Mike Petitpas aus Kanada, der damit bis zu sechs zahlende Gäste über die Piste kutschieren will.
Schneller als Ahornsirup, lauter als Biberzähne, platter als ein Ahornblatt: Der gestretchte
Formel-1-Rennwagen steht in Aldergrove, einem Nest etwa 50 Kilometer von Vancouver in West-Kanada. Sein
Tuner Mike Petitpas hat nach eigenen Angaben ein Spitzentempo von 482 km/h erreicht (300 Meilen) – auf einem nahe gelegenen Salzsee. Damit wäre er seinem Traum, das schnellste straßenzugelassene Auto
Bugatti Veyron zu schlagen, ein Stück näher gerückt. Aber eigentlich will Petitpas mit dem rasenden Mini-Bus gar nicht irgendwelche Rekorde aufstellen oder die für Kanada betrüblicherweise verlorene Formel 1-WM wieder heimholen. Sein Vehikel soll genau das tun, wonach es aussieht: Fahrgäste transportieren. Sein Nachbau holt sozusagen die Ehrentribüne auf die Piste.
"Bringt es unters Volk!"
Der Kanadier gibt an, auf einem Salzsee 482 km/h schnell gefahren zu sein.
"Machen Sie aus Ihrem nächsten Event eine Weltklasse-Veranstaltung", wirbt Mike auf seiner
Homepage. Bis zu sechs Passagiere nehmen hinter dem Fahrer Platz. Und dann kann's auch schon losgehen; zumindest in Mikes Heimat – denn dort hat der schnellste Passagiertransporter der Welt sogar eine Straßenzulassung. Kanada eben. Angeblich haben die Tüftler 19 Jahre an dem Monstrum gearbeitet: 15 an der Entwicklung und vier weitere, um die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen. Motiviert hat sie dabei die Mission: "Baut der Welt schnellstes und aufregendstes Fahrzeug und bringt es unters Volk!" Na, dann mal los!