Formel 1 spielt Reise nach Jerusalem
Exklusiv: Neues Qualifying-Format

Wie AUTO BILD MOTORSPORT exklusiv erfahren hat, ändert sich für die Saison 2016 das Qualifying-Format in der Formel 1. Die Details zum Beschluss hier.
Bild: Picture-Alliance
- Ralf Bach
- Bianca Garloff
Bernie Ecclestone schimpft über die "schlechteste Formel 1 aller Zeiten". Flavio Briatore nennt sie eine "zerbrochene Business-Plattform". Doch beim Versuch die Attraktivität der Königsklasse wiederzubeleben, stehen sich die Hauptdarsteller selbst im Weg.

Der Druck steigt: Mercedes & Ferrari fahren es 2016 wohl auch schon am Samstag auf der Strecke aus
Ab dem Saisonstart in Australien gibt es demnach ein einstündiges Ausscheidungsverfahren, weiterhin unterteilt in drei Sessions. Nach einer gewissen Einfahrzeit fliegt zunächst ein Fahrer raus, danach scheidet alle 90 Sekunden der jeweils langsamste Pilot aus. Zunächst sieben Fahrer in Q1, weitere sieben in Q2. In Q3 holt derjenige die Pole-Position, der am Ende übrig bleibt. Quasi eine Formel-1-Version der Reise nach Jerusalem. Die Folge: viel Betrieb auf der Strecke, weil es sich keiner leisten kann, nicht zu fahren. Genauere Details wie die Reifenwahl und ihr Einfluss auf das Rennen stehen noch nicht fest. Der FIA-Weltrat muss das neue System noch ratifizieren.
Hier der neue Quali-Modus noch einmal in der Übersicht – so soll er funktionieren:Darüber hinaus gab es noch keine Entscheidungen in Genf. Die Strategiegruppe konnte sich immer noch nicht auf das Formel-1-Auto der Zukunft einigen. Die Kosten der Motoren ab 2018 werden in einem Monat neu verhandelt, ebenso die neuen Autos ab 2017. Der radikale Red-Bull-Vorschlag (50 Prozent mehr Abtrieb) wurde abgelehnt. Die McLaren-Idee (1,80-Meter-Breite statt 1,60 Meter, 30 Prozent mehr Abtrieb), ein Kompromiss aus dem Status quo und Red Bulls Vorstellungen, scheint die wahrscheinlichste Variante.

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