Formel 1: Wird Berger McLaren-Teamchef?
Entwicklungsrückstand bei Honda

Honda soll mit dem neuen F1-Motor für McLaren in Verzug sein - spielt ausgerechnet Gerhard Berger als neuer Teamchef den Feuerwehrmann?
Bild: ABMS / Honda
- Ralf Bach
- Bianca Garloff
Was läuft da mit McLaren und Gerhard Berger? McLaren-Teamchef Ron Dennis steht offenbar unter gehörigem Druck. AUTO BILD MOTORSPORT weiß: Bis Ende Oktober muss er Investoren finden, die ihn zum Mehrheitseigentümer machen. Noch gehören 50 Prozent des Rennstalls der Königsfamilie von Bahrain, 25 Prozent TAG-Chef Mansour Ojjeh. Doch Dennis soll nach Ansicht der aktuellen Mehrheitseigentümer nur Teamchef bleiben, wenn er den Bahrainis 25 und Ojjeh 12,5 Prozent abkaufen und sich selbst so zum Mehrheitsteilhaber (dann 62,5%) machen kann. Ob der Brite die finanziellen Mittel dafür aufgetrieben hat, ist noch unklar.
Berger gerät ins Grübeln

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Honda im Rückstand?
Dazu würde McLaren passen. Die Briten starten in der kommenden Saison in eine neue Ära. Als Werksteam von Honda will man an die Erfolge der Vergangenheit anknüpfen. Mit Fernando Alonso, Sebastian Vettel oder Lewis Hamilton soll deshalb auch schnellstmöglich ein Weltmeister als Starpilot verpflichtet werden. Alonso will Ferrari nach ABMS-Informationen unbedingt verlassen und steht offenbar kurz vor der Unterschrift bei McLaren. Ein erstes Foto des neuen Antriebs, dem man allerdings noch einen Entwicklungsrückstand von drei Monaten, zu wenig Leistung und einen zu hohen Spritverbrauch nachsagt, wurde heute im Internet präsentiert. Gerhard Berger fuhr von 1990 bis 1992 selbst für McLaren-Honda in der Formel 1. 2008 verantwortete er als Toro-Rosso-Mitbesitzer Sebastian Vettels ersten Sieg in der Formel 1.
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