Gebrauchtwagen für 1000 Euro — 29.01.2010
Billige Gebrauchte
Für 1000 Euro kaufen sich einige eine Espressomaschine. AUTO BILD wollte wissen: Was taugt ein Gebrauchter für 1000 Euro? Polo, Fiesta, Corsa – so heißen die Kandidaten. Kernschrott oder Super-Schnäppchen?
"
TÜV nix Problem, aber verkauf isch nur für Export", sagt Auto-Höker Khalid P. leicht genervt. 800 Euro will er für den
Astra von 1992 haben, doch es gibt da zwei Haken: Erstens will der Händler gar nicht an Privatleute verkaufen, und zweitens sehen die Bilder des
Gebrauchtwagens im Internet alles andere aus als "TÜV nix Problem". Ja, gibt es denn für 1000 Euro nur noch eine Espressomaschine? Nein! Ein Auto, zwei Jahre TÜV, 1000 Euro. AUTO BILD weiß jetzt: nix Problem! Rainer Krüger (50) aus Hamburg hat sich auf solche Autos spezialisiert. 15
Ford Fiesta,
VW Polo,
Renault Clio bietet er auf seiner
Homepage an. Alle um die 15 Jahre alt, alle mit einer dicken Schicht Unterbodenschutz auf den Schwellern und Schweißpunkten darunter. Aber: Sie laufen, haben zwei Jahre TÜV. Und sie sind billig.
AUTO BILD guckt den Billigheimern ganz genau unters Blech-Kleid.
Krüger ist Mechaniker, betreibt das Geschäft schon seit 1985. Er sagt: "Meine Kunden können nicht mehr für ein Auto ausgeben." Damit der Unterhalt nicht zum Untergang wird, repariert Krüger die Fahrzeuge günstig, bringt sie mit Glück nach zwei Jahren noch mal über den TÜV. Denn so ein 1000-Euro-Auto kann ein echter Geheimtipp sein. Viele Fiesta, Polo, Clio sind Opfer der Abwrackprämie, stehen auf dem Schrott. Und dienen als Ersatzteilspender. Wer geschickt ist, baut Auspuff oder Anlasser selbst ein, am besten in einer Selbsthilfe-Werkstatt. Anatoli Bojarinzew (48) betreibt so eine Bastelbude in Neu Wulmstorf bei Hamburg, handelt auch mit Autos. In welcher Preisklasse? Na klar, in der 1000-Euro-Liga. Denn gute Autos gibt es genug.
In der Bildergalerie erfahren Sie, worauf Sie beim Kauf achten sollten.
Andreas May
Fazit
1000 Euro für ein Auto mit zwei Jahren TÜV. Ja, das geht wirklich. Aber wer für seinen Wagen nur ein kleines Budget hat, sollte zweierlei wissen: Erstens haben die meisten Billig-Autos ihr Leben (fast) hinter sich, sind nach zwei Jahren ein Fall für den Schrott. Zweitens sollte der Verkäufer Mechaniker sein, auch nach dem Kauf mit günstigen Reparaturen dafür sorgen, dass der Wagen wirklich zwei Jahre durchhält. Dann kann das Billig-Auto Spaß machen.
Kommentare zum Artikel (20)
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Also die frage stell ich mir auch immer wieder. Hab meinen Golf 4 auch schon 80 000 km. Wohl gemerkt "1 Hand, Scheckheft" und ich kann nur sagen: Nie wieder Golf. Lager waren fällig, ABS Sensor, Türscharniere, Lichtmaschine, Auspuffhalterung, Rost an Heckklappe und und und.
Schon mal in ein Milliarden-Loch geschaut? http://pressaktuell.de/node/2796
Ich vermisse auch den Peugeot 205, ein kleines, günstiges, robustes und sehr zuverlässiges Auto in der Preisklasse. Nur zum empfehlen!
So siehts aus.
Man findet doch recht einfach haufenweise max. 12Jahre alte Japaner mit weniger als 150.00km, ABS, Servo, Airbag für unter 1500€
Also ehrlich, wenn ich mal 5 min in Netz schaue finde, ich im 10km Umkreis um meine Stadt aber soviele bessere Autos für 1000,- --- leben denn die Autoren in einem anderen Land als ich? Einen gammligen Polo oder den uralten Fiest mit dieser Nähmaschine von Motor? Für 799 krieg man hier einen 97` Escort oder für 999,- einen 98` Megane D. Und das waren nur eine Stichprobe.
Also, mit den hier gezeigten Möhren muß keiner herumfahren---selbst wenn bloß 1000,- Euro fürs Auto da sind!