Gefährliches Kältemittel
Angst vor HFO-1234yf

–
Ein neues Kältemittel für Auto-Klimaanlagen sorgt für Angst: HFO-1234yf ist hochentzündlich. Nicht nur Autofahrer sind in Gefahr, sondern auch Retter nach einem Unfall.
Bild: HFO-1234yf Kältemittel birgt Brandgefahr
Das neue Kältemittel für Auto-Klimaanlagen bleibt umstritten. Die Kritikpunkte: HFO-1234yf ist hochentzündlich und kann sich zu giftiger und ätzender Flusssäure (Fluorwasserstoff) zersetzen. Zudem wird die neue Chemikalie voraussichtlich erheblich teurer als das bisherige Kältemittel R-134a (siehe AUTO BILD 37/2009, 23/ 2010 und 5/2011). Bei Unfällen besteht für Autoinsassen die Gefahr von Verätzungen und Vergiftungen. Um diese zu verringern, hat der Kölner Klimaanlagen-Techniker Axel Holler eine Schutz- und Warnanlage entwickelt ("Air-Alarm"), die automatisch Fenster und Umluftklappe des Autos schließt, wenn ein Sensor im Motorraum Fluorwasserstoff erschnüffelt.
Auch Ersthelfer sind in Gefahr
Peter Sefrin vom Bundesverband der Arbeitsgemeinschaften der Notärzte Deutschlands (BAND) ist das zu wenig: "Es reicht nicht, Insassen zu schützen. Auch Notärzte und Ersthelfer würden sich beim Kontakt mit Fluorwasserstoff schwerste Verletzungen zuziehen. Sie sind ja nicht wie Feuerwehrleute mit Atemmasken und Schutzkleidung ausgerüstet. Wenn jeder Autounfall zu einem potenziellen Chemieunfall wird, verlieren wir wertvolle Zeit für die Rettung von Verletzten."
Service-Links