Hacker knacken Auto-Software
Tödliche Datenflut im Auto

US-Wissenschaftler haben mit einfachen Mitteln die Elektronik eines aktuellen Autos manipuliert. Bremse und Gaspedal gehorchten plötzlich nicht mehr dem Fahrer – sondern den Piraten!
Bild: AUTO BILD / Hajo Mau
Wissenschaftler der Universitäten von San Diego und Washington haben es geschafft, sich in die Bordelektronik von modernen Fahrzeugen zu "hacken". Als Zugang diente ihnen die "OBD-II"-Schnittstelle (On-Board-Diagnose), die von Werkstätten unter anderem zum Auslesen des bordeigenen Fehlerspeichers genutzt wird. Die selbstentwickelte Software zum Hochladen neuer Programmzeilen haben sie "CarShark" getauft. Damit sind die wissenschaftlichen Hacker nicht nur in der Lage, das Licht ein- und auszuschalten, die Zentralverriegelung zu bedienen und die Instrumentengrafik zu manipulieren – sie können sogar direkt in Brems- und Beschleunigungsvorgänge eingreifen. Heißt im Klartext: Wer will, kann die Bordelektronik eines Autos so umprogrammieren, dass es später zu einem Unfall kommt – ohne, dass der arglose Fahrer etwas daran ändern könnte.
Richtig gefährlich wird's im drahtlosen Netzwerk

Bild: AUTO BILD / Hajo Mau
Und dann wäre da noch Bluetooth ...
Ein paar Sorgenfalten treiben uns die Autohacker dann doch bereits jetzt auf die Stirn. Viele Fahrzeuge sind schon heute mit dem drahtlosen Bluetooth-System ausgestattet, mit dem Freisprechanlagen nicht nur Sprachsignale zwischen Handy und Autoradio übertragen, sondern auch Telefonbuchdaten oder ganze Musiktitel im digitalen MP3-Format. Diesen Weg haben die US-Wissenschaftler zwar nicht für ihre kleine illegale Netzwerk-Party gewählt – aber mit Sicherheit sind längst schon andere Hacker auf diese Idee gekommen.
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