Hyundai i20 (2014): Fahrbericht

Hyundai i20 Hyundai i20 Hyundai i20

Hyundai i20 (2014): Fahrbericht

— 17.11.2014

So fährt sich der neue Hyundai i20

Hyundai lässt den i20 wachsen. Wie sich der koreanische Kleinwagen mit komplett neuer Plattform fährt, klärt unser Fahrbericht.

Video: Hyundai i20 (2014)

Die 2.Generation des i20

Eine nagelneue Plattform und eine nachhaltig veränderte Form: Hyundai hat den i20 komplett neu konstruiert. Nachdem schon die erste Generation den Segmentanteil der Koreaner gegenüber dem hausbackenen Getz mehr als verdoppelt hat, soll die zweite Auflage den Aufstieg fortsetzen und dabei vor allem mit Form und Format punkten. Denn der in der Türkei gebaute Fünftürer sieht mit dem zweigeteilten Kühlergrill, dem markanten Profil und den schmucken Leuchten nicht nur besser aus als bisher und macht innen dank weich unterschäumter Kunststoffe und reichlich Chrom auf den Konsolen einen sehr viel wertigeren Eindruck. Sondern vor allem wird der Kleinwagen eine halbe Nummer größer: Mit der neuen Plattform wächst der Radstand um fast fünf Zentimeter, das Auto wird länger und breiter und bietet entsprechend mehr Platz. Auch hinten kann man jetzt ordentlich sitzen, und der Kofferraum ist mit 326 Litern größer als bei den meisten Konkurrenten. Und weil gleichzeitig das Dach etwas weiter nach unten kommt und obendrein die C-Säulen abgedunkelt werden, steht er viel schnittiger auf der Straße.
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Hyundai i20 (2014): Sitzprobe

Hyundai i20 Hyundai i20 Hyundai i20
Ausstattungsoptionen aus den höheren Klassen

Mit dem 1,2-Liter-Basis-Benziner (75 PS) ist man eigentlich ganz gut bedient.

Mit den Abmessungen haben die Koreaner auch bei der Ausstattung noch einmal zugelegt und dem i20 viele Extras aus den höheren Klassen spendiert: Ein beheizbares Lenkrad, Einparksensoren vorn und hinten, das größte Panoramadach im Segment, die Spurführungshilfe und ein Anti-Beschlagsystem können sich durchaus sehen lassen. Und das Sicherheitspaket mit sechs Airbags und einer Berganfahrhilfe ist auch nicht von schlechten Eltern. Schade nur, dass Hyundai ausgerechnet beim Infotainment vergleichsweise blank ist. Denn obwohl die meisten Handys heute aus Asien kommen, gibt es bei den Koreanern keine vernünftige Integration für das Smartphone. Von einer Online-Navigation oder einem eigenen Appstore ganz zu schweigen. Selbst einen konventionellen Pfadfinder zum Festeinbau reicht der Hersteller erst im nächsten Jahr nach.
Das kostet der neue Hyundai i20

Mit dem 75 PS Basis-Benziner ist man gut bedient

Innen macht der i20 dank weich unterschäumter Kunststoffe und reichlich Chrom einen wertigen Eindruck.

Auch unter der Haube kommt der Fortschritt mit ein bisschen Verspätung: Denn den modernen Dreizylinder-Turbo mit 120 PS aus nur einem Liter Hubraum hat Hyundai erst für 2015 auf dem Zettel. Bis dahin gibt es drei Benziner mit 1,2 oder 1,4 Litern Hubraum und 75 bis 100 PS und zwei Diesel, die mit 1,1 Litern Hubraum und 75 PS oder 1,4 Litern und 90 PS in der Liste stehen. Damit schafft man im besten Fall 184 km/h und kommt im sparsamsten Modell mit 3,2 Litern ins Ziel. Natürlich gilt auch bei einem Kleinwagen die alte Regel "viel hilft viel". Doch schon mit dem Basis-Benziner ist man eigentlich ganz gut bedient. Denn wer die maximal 122 Nm durch den schnellen Griff zur Fünfgang-Schaltung gut einzusetzen weiß, der kann mit dem 1000-Kilo-Floh mehr Spaß haben, als es ein Sprintwert von 13,6 Sekunden und ein Spitzentempo von 170 km/h vermuten lassen. Nur auf den Bordcomputer sollte man dann besser nicht schauen. Denn den Normverbrauch von 4,8 Litern kann man dann natürlich schnell vergessen.

Gebrauchter Hyundai i20 im Test

Hyundai i20 Hyundai i20 Hyundai i20

2015 kommt das i20 Coupé

Aber wer es wirklich eilig hat, der wartet wohl lieber auf den kleinen Turbo und am besten gleich auch auf das i20 Coupé, das die Koreaner als sportlicher gezeichneten Dreitürer für den Genfer Salon in Aussicht gestellt haben. Denn mehr als mit seiner Fahrdynamik überzeugt der i20 in der Grundversion mit seiner Fahrkultur: Nicht nur der Motor ist ungewöhnlich leise, sondern das ganze Auto schluckt so viel Schall, dass die Erinnerung an klappernde Kleinwagen und dröhnende Keksdosen auf Rädern nachhaltig getilgt wird.

Vier Kompkate mit Spardiesel

Schnittig gezeichnet, solide konstruiert, kultiviert abgestimmt, edel ausgeschlagen und auf Wunsch so nobel ausgestattet wie eine Mittelklasse-Limousine – vom spärlichen Kostenkiller aus Korea ist bei diesem Kleinwagen nicht mehr viel übrig geblieben. Das gilt allerdings auch beim Preis, selbst wenn Hyundai im Generationenvergleich sogar einen Kundenvorteil von 400 Euro ausgerechnet hat. Denn bei einem Grundtarif von 11.950 Euro liegen die Koreaner auch in dieser Disziplin mit der deutschen Konkurrenz auf einem Niveau.

Autor: Thomas Geiger

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