Hyundai Veloster: Fahrbericht

— 05.08.2011

So fährt sich der Veloster

Sportlich und schick kommt der Hyundai Veloster daher. Und besonderer Kniff des "City-Coupés" ist ein 2+1-Türkonzept. Aber wie fährt sich der neue Koreaner?



Bei mir um die Ecke steht ein Hyundai S-Coupé der ersten Baureihe. In Türkis! Wenn ich am Korea-Coupé (gebaut von 1989 bis 1993) vorbeigehe, kräuseln sich die Nackenhaare. Das Design ist brutal bieder, die Formensprache drückt nur eines aus: Ich war mal ganz billig. Vor gut 20 Jahren zog Hyundai aus, mit solchen Produkten die Welt zu erobern. Wie sehr sich die Marke entwickelt hat, zeigt jetzt der Veloster. Der soll ab Ende September 2011 das Image der Marke aufpeppen – und die erste Ausfahrt zeigt, dass die Menschen sehr positiv auf das Korea-Coupé reagieren. "Was ist das denn für ein Auto", fragten Passanten. Denn der Veloster ist ein Dreitürer, eine Tür links, zwei Türen rechts, dazu eine große Heckklappe mit Panoramaverglasung – das zieht die Blicke reihenweise auf sich. Schön, dass Hyundai sich jetzt traut, auch solche Autos zu bauen.

Überblick: News und Tests zum Hyundai Veloster

Video: Hyundai Veloster

Coupé mit drei Türen

Doch ein Coupé soll nicht nur schick aussehen, sondern vor allem sportlich fahren. Und das macht der Veloster nicht schlecht. Sein 1,6-Liter-Benzindirekteinspritzer mit 140 PS ist zwar kein Wunder an Kraft (167 Newtonmeter bei 4850 Touren erfordern hohe Drehzahlen, wenn es flott voran gehen soll), aber dafür agiert er akustisch dezent und sparsam, wenn er nicht getreten wird. 6,5 Liter im Schnitt reichen, um den Koreaner 100 Kilometer weit rollen zu lassen. Wer 390 Euro drauf legt, bekommt den Veloster als "Blue" mit einer Start-Stopp-Automatik, die den Verbrauch auf 5,9 Liter drücken soll. Für 1700 Euro gibt es Ende 2011 ein Sechsstufen-Doppelkupplungs-Getriebe, das allerdings nicht mit Start-Stopp-System angeboten wird. Schade, denn sonst zeigt sich der Veloster voll auf der Höhe der Zeit.

Überblick: News und Tests zu Hyundai

Auch das Interieur enttäuscht nicht. Reichlich Applikationen in Metalloptik sollen Wertigkeit verbreiten.

Aber auch als Handschalter macht der Veloster Spaß, die sechs Gänge lassen sich mit dem knubbeligen Schalthebel leicht sortieren und eine Schaltanzeige ermahnt zum frühen Gangwechsel. Die Lenkung arbeitet zielgenau. Die Abstimmung ist eher weich gewählt, spätestens hier geht dem Koreaner der Sportsgeist aus. Die Fahrleistungen gehen mit 201 km/h Spitze und dem Spurt auf 100 km/h in 9,7 Sekunden in Ordnung. Deutlich mehr Dampf soll ein Turbo mit rund 200 PS haben, dessen Marktstart noch in den Sternen steht. Natürlich ist die gewagte Karosserie nicht wirklich praktisch. Hinten müssen sich die Passagiere durch die enge weil kleine rechte Tür fädeln und sollten dann nicht viel größer als 1,70 Meter sein, sonst zieht das abfallende Dach einen Scheitel. Der Kofferraum (320 bis 1015 Liter) ist zwar nicht wirklich klein, die Ladekante aber extrem hoch. Und wegen der schmalen Seitenscheiben sieht der Fahrer nach schräg hinten fast nichts. Ein typisches Coupé eben.

Dafür ist das Cockpit mit strukturierten Kunststoffen und gut ablesbaren Rundinstrumenten nicht nur gut gemacht, sondern hebt sich auch angenehm von sonst gebotener Tristesse ab. Das Ganze garniert Hyundai mit Chromapplikationen und akzeptablen Sitzen. Und es geht vorn überraschend luftig zu. Beim Preis bleibt sich Hyundai treu: 21.600 Euro rufen die Koreaner mindestens auf für die Basis "Style" mit guter Ausstattung. Wer einen VW Scirocco mit vergleichbarer Ausstattung kauft, muss 25.000 Euro bezahlen.

Technische Daten Hyundai Veloster 1.6 Vierzylinder, vorn quer • vier Ventile pro Zylinder • Hubraum 1591 cm3 • Leistung 103 kW (140 PS) bei 6300/min • max. Drehmoment 167 Nm bei 4850/min • Vorderradantrieb • Sechsganggetriebe • Tankinhalt 50 l • 0–100 km/h 9,7 s • Spitze 201 km/h • EU-Mix 6,5 l Super/100 km • CO2 148 g/km • Preis 21.600 Euro.

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