Michael Schumacher, IDM Oschhersleben

IDM Superbikes Oschersleben (2008)

— 19.05.2008

Schumi zahlt Lehrgeld

Michael Schumacher musste in der Internationalen Deutschen Motorrad-Meisterschaft Lehrgeld zahlen: In Oschersleben rutschte er weg und stürzte, kam aber ohne Verletzungen davon.

Michael Schumacher hat bei seinem ersten offiziellen Motorrad-Rennen auf deutschem Boden in der Motorsport Arena Oschersleben am Sonntag (18. Mai 2008) Lehrgeld zahlen müssen. Hatte sich der 39-Jährige im ersten Tagesrennen mit seinem Superbike in der Internationalen Deutschen Motorrad-Meisterschaft (IDM) Rang 28 erkämpft, schied der Formel-1-Rekordweltmeister nach einem Fahrfehler am Nachmittag aus. Der Wahl-Schweizer war auf Position 21 liegend in der elften Runde weggerutscht, kam aber mit dem Schrecken davon und erlitt keine Verletzungen. "Das ist genau das, was man Lehrgeld nennt: Gerade hatte ich mich auf eine Attacke auf meinen Vordermann vorbereitet, da hakt die Fußraste im Randstein ein und ich schlittere mit meinem Motorrad ins Aus. Ein Rennen ist halt doch etwas anderes als ein Test", sagte Schumacher auf seiner Hompepage.

"Insgesamt ein großer Spaß"

Im ersten Lauf von Oscherleben konnte sich Schumi noch um elf Positionen verbessern.

Schon im ersten Rennen hatte sich Schumacher auf seiner 185 PS starken und 260 km/h schnellen Honda CBR 1000 Fireblade einen Patzer geleistet und war über den Rasen gefahren. Dennoch zog er später ein positives Fazit: "Insgesamt war das doch ein großer Spaß. Immerhin konnte ich im ersten Rennen ein paar Plätze gutmachen, nachdem ich leider anfangs einen kleinen Ausritt ins Grüne hatte. Aber danach war es wirklich klasse." Eine Pressekonferenz und persönliche Statements wollte Schumacher, dessen österreichischer Teamkollege Martin Bauer zwei Tagessiege feierte, allerdings nicht geben. Schließlich ging der siebenmalige Formel-1-Champion in Sachsen-Anhalt nur seinem neuen Hobby auf zwei Rädern nach. Und dies sei ja eigentlich seine Privatsache, wie Schumachers Pressesprecherin betonte.

Schumi war die Attraktion

Doch von Ruhe konnte in Oschersleben keine Rede sein. Nachdem ein Tarnversuch mit dem Decknamen "Marcel Niederhausen" kläglich gescheitert war und die Öffentlichkeit vom hohen Besuch erfahren hatte, strömten die Fans in die Motorsport Arena: 18.300 Zuschauer, fast 6000 mehr als 2007, und 135 Journalisten waren extra für den Formel-1-König angereist. "Das ist super, und daran sieht man, dass man einen Helden braucht. Schumacher ist ein Glücksfall für die IDM", sagte Ralph Bohnhorst, Motorrad-Koordinator der Motorsport Arena. Schumacher verbesserte sich im ersten Rennen um elf Ränge. Im zweiten Rennen hatte die Startnummer 77 bis zum Aus schon 16 Konkurrenten überholt und stürzte dann – Motorsport ist eben riskant.

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