Bahnunfall

Kampagne gegen Bahnunfälle

— 17.09.2009

Tödliche Ungeduld

Beschränkte Geduld kann tödlich Folgen haben. Jedes Jahr sterben an Bahnübergängen in den 27 EU-Staaten rund 600 Menschen, mehr als 50 davon in Deutschland. Eine europäische Initiative soll das ändern.

Mit Aufklärungskampagnen wollen die Europäische Kommission in Brüssel, die Europäische Eisenbahnagentur ERA und andere Institutionen die Zahl von Unfällen an Bahnübergängen senken. Ihre Zahl stagniert seit Beginn der Datenerhebungen im Jahr 2004 innerhalb der Europäischen Union bei rund 600 – trotz allgemein rückläufiger Opferzahlen im Straßenverkehr. In Deutschland ereigneten sich im vergangenen Jahr 207 Kollisionen mit 52 Toten. Im Ausland sah es zum Teil noch schlimmer aus. So kamen in Ungarn sogar 118 Menschen um.

Geduldsfaden reißt nach 15 Minuten

Häufigste Unfallursachen sind Ungeduld und die Missachtung von Signalanlagen. Eine Umfrage unter deutschen Autofahrern hatte 2008 laut ERA ergeben, dass ein Drittel nicht wusste, dass ein blinkendes Rotlicht vorschreibt, anzuhalten. Acht Prozent dachten, es sei erlaubt, unter sich senkenden Schranken durchzufahren. Laut Umfrage steigt die Neigung zur Regelmissachtung ab einer Wartezeit von 15 Minuten stark an.

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