Kaufberatung Daihatsu Copen

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Kaufberatung Daihatsu Copen

— 11.11.2003

Bonsai mit Bagger-Charme

Länge läuft, aber in der Kürze liegt die Würze. Der Daihatsu Copen kokettiert als Babysize-Roadster mit der Damenwelt.

Auf Knopfdruck vom Coupé zum Cabrio

Der wirklich dümmste Spruch, der Sie als Copen-Fahrer/in ereilen könnte: "Nimmt der Kleine schon Benzin?" Ha, ha. War ein Schenkelklopfer vor Jahrzehnten, wurde aber von der Zeit längst überholt. Kleine Autos sind, theoretisch zumindest, vernünftig, haben ihren eigenen Reiz und können großen Fahrspaß bereiten, wie etwa der nur minimal größere Smart roadster beweist.

Der besondere Pfiff des Copen ist sein Alu-Dach, das den knapp 3,40 Meter langen Japaner auf Knopfdruck vom Coupé zum Cabrio und zurück verwandelt. Zwar müssen zwei Arretierungen manuell gelöst oder eingerastet werden. Der Rest funktioniert jedoch vollautomatisch.

Klar, dass bei den knappen Außenabmessungen nicht viel Platz für einen Kofferraum blieb. Ist das Dach im Gepäckraum verstaut, bleibt von 210 Litern nur eine 14 Liter große Mulde. Leider viel zu wenig, wenn man zu zweit auch nur übers Wochenende gen Süden düsen will. Zumal es auch hinter den Sitzen bei durchschnittlich großen Passagieren kaum Platz für eine kleine Tasche gibt.

In 11,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h

Somit eignet sich der Copen eher für den Tages-Kurztrip in die nähere Umgebung. Hat man sich erst an den Rechtslenker gewöhnt – anders wird es den Copen auch nicht geben – offenbart sich der Bonsai-Japaner schnell als ultrawendiger Stadtflitzer, der nicht weniger für Aufsehen sorgt als etwa ein italienischer Exot.

Diesem hat der Copen allerdings eines voraus: Ihm fehlt jegliches Macho-Image. Wo er auftaucht, rührt er die Herzen der stolzesten Frauen und zaubert verzückte Blicke in ihre Gesichter. Dabei will der Daihatsu leidenschaftlich behandelt werden, damit er sein ganzes Potenzial preisgibt.

Das Vierzylinder-Turbomotörchen mit 0,659 cm³ sollte man schon ordentlich drehen, damit es sein Temperament zeigt. Dann schnurrt es wie eine Renn-Nähmaschine und katapultiert das 830 Kilogramm Leichtgewicht in 11,7 Sekunden auf Tempo 100 km/h.

Basis- und Sonderaustattung im Überblick

Nicht unbedingt notwendig ist das arg harte Sportfahrwerk, dem auch die nur mittelmäßig verwindungssteife Karosserie kaum gewachsen ist. Zumal sich in Verbindung mit der leichtgängigen Lenkung und dem riesigen Lenkrad kaum ein Gefühl für die Straße einstellt. Dafür sitzen Fahrer- und Beifahrer kuschelig nah beieinander – zum Baggern einfach ideal.

Allerdings säuft der Kleine bei beherzter Fahrweise wie ein Alter: Werte von deutlich über zehn Liter sind überhaupt kein Problem. Bei 40 Liter Tankinhalt sind häufige Stopps programmiert. Und neue Bekanntschaften.

Fazit, Technische Daten und Zeugnis

Fazit Der Copen ist ein spaßträchtiger Sonnenanbeter, der auch im Winter nicht in der Garage stehen bleiben muss. Billig ist das Vergnügen allerdings nicht. 17.200 Euro sind für den Japaner fällig. Zum Vergleich: Ein Smart roadster ist ab 14.990, ein Ford Streetka ab 16.990 Euro zu haben.

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