Kraftstoff E10: wenig Akzeptanz — 13.05.2011

Informiert, aber noch immer skeptisch

Die Autofahrer sind inzwischen zwar gut über den neuen Kraftstoff E10 informiert, trotzdem will ihn ein Großteil immer noch nicht tanken. Den Mineralölwirtschaftsverband kratzt das nicht, er hat seine Schuldigkeit getan.

Auch drei Monate nach der E10-Einführung stehen die Autofahrer dem neuen Kraftstoff noch immer kritisch gegenüber. Das weiß auch der Mineralölwirtschaftsverband (MWV). Dennoch ist der Verband angesichts einer aktuell durchgeführten Umfrage zufrieden."Mehr als drei Viertel der Verbraucher sind über die E10-Verträglichkeit ihres Fahrzeuges informiert.", sagte Klaus Picard, Hauptgeschäftsführer des Mineralölwirtschaftsverbandes. Damit habe die beim E10-Gipfel von der Mineralölindustrie zugesagte Verbraucheraufklärung ihr Ziel erreicht.

Immer aktuell informiert: Zur E10-Sonderseite

Frage: Welche Kraftstoffsorte haben Sie beim letzten Mal getankt?

Offenbar bringt aber auch die gute Informationslage die Autofahrer nicht dazu, sich mit E10 anzufreunden. Allen Aufklärungsbemühungen zum Trotz, geht bei 52 Prozent der 1031 Befragten noch immer die Angst vor einem Motorschaden um. Zweifel an der Umweltverträglichkeit von E10 und die Weigerung, "Lebensmittel zu tanken" sind für 50 Prozent weitere Gründe für ihre E10-Ablehnung. Die Folge: Von allen Befragten haben sich bei ihrem letzten Besuch an der Tankstelle nur 17 Prozent für E10 entschieden, 58 Prozent hingegen für E5. Erst 39 Prozent derjenigen, die wissen, dass ihr Fahrzeug E10 verträgt, haben bereits E10 getankt. Nur 26 Prozent wollen dies auch künftig tun. 50 Prozent lehnen den Kraftstoff weiterhin ab. Daher wird die Mineralölindustrie auch in den Regionen, in denen Super E10 bereits eingeführt wurde, künftig zusätzlich auch wieder E5 anbieten.

News und Tests: Alle Marken und Modelle im Überblick

Das alles sieht der MWV aber nicht mehr als sein Problem an. "Es liegt nun in der Verantwortung von Politik und Automobilindustrie, die grundsätzlichen Zweifel der bei E10 weiterhin sehr zurückhaltenden Kunden zu zerstreuen.", so Picard. Die fachliche Kompetenz der Mineralölindustrie seien schließlich die Entwicklung und das Angebot von Kraftstoffen.

Social Media

Artikel bewerten

Bewerte diesen Artikel

Fremde Bewertungen

Mehr zum Thema

1,0 Sterne, 1 Bewertungen

E10 treibt Spritpreis hoch

Wir zahlen bereits mehr

Weil sie zu wenig E10 absetzen, verkaufen die Ölmultis andere Kraftstoffe teurer. Sie wollen sich gegen eine drohende Geldbuße absichern, falls sie die Quote nicht erfüllen.

Autofahrer zahlen Zeche
1,0 Sterne, 3 Bewertungen

Biosprit E10

BP droht mit Preissprung

Weil die Autofahrer kein E10 tanken, erfüllen die Ölmultis die Quote nicht und sollen zahlen. Die Zeche werden am Ende nicht die Unternehmen tragen. Sie wollen die Kosten weitergeben.

Autofahrer zahlen Zeche
3,0 Sterne, 2 Bewertungen

Spritpreise im Städte-Vergleich

Hier tanken Sie am günstigsten

Der ADAC hat ein Kraftstoffpreis-Ranking aus 20 deutschen Städten ermittelt. Ergebnisse: Den günstigsten Sprit gibt es derzeit in Rheinland-Pfalz, und Diesel ist bundesweit zu teuer.

Spritpreise im Vergleich

Kommentare zum Artikel (1)

Erstellt

Inhalt

Funktion

Snoopy
07.06.2011, 23:57Uhr

Ich trinke auch kein Mineralöl,
warum sollte mein Auto dann Lebensmittel verbrauchen?

Verteilt die Lebensmittel an Bedürftige!
Es gibt immer noch zu viele Menschen, die Hunger leiden müssen!

Snoopy

Seite 1

Kommentar verfassen

Hinweis: Die mit einem Sternchen* versehenden Felder sind Pflichtfelder
Anzeige

Versicherungsvergleich

Vergleichen Sie kostenlos über 180 kfz-Tarife und sparen Sie bis zu 500 Euro!

Neuwagen

Porsche 911

Neuwagen deutlich
unter Listenpreis

Porsche 911 Neuwagen-Angebote

Gebrauchtwagen

Günstige Gebrauchtwagen-Angebote

Finden Sie Ihren Gebrauchtwagen.

Gebrauchtwagen-Angebote
Anzeige