Le Mans: Nach Porsche-Sieg

Bald Kundenmotoren für die Formel 1?

Porsche hat den Hattrick geschafft. Was kommt als nächstes? Eine langfristige Teilnahme an der WEC ist nicht gesichert. Das Thema Formel 1 kommt wieder auf den Tisch.
19 Mal Sieger in Le Mans, so oft wie kein anderer. Schon zum dritten Mal in Folge. Was will Porsche in Le Mans noch erreichen? „Die Nummer 20 wäre doch eine Idee“, sagt Porsche-LMP1-Projektleiter Fritz Enzinger. Und dann? Die Zukunft von Porsche an der Sarthe steht in den Sternen.
Denn Enzinger sagt auch ganz klar: „Wir kennen jetzt das Reglement für die Jahre ab 2020. In den nächsten Wochen sollte sich entscheiden, ob Peugeot kommt oder nicht. Aber selbst wenn sie kommen müssen wir uns überlegen, ob wir noch zwei oder drei Jahre nur zu zweit in Le Mans fahren wollen. Das kann ich im Moment noch gar nicht einschätzen.“ Offiziell ist das Porsche-Programm 2018 abgesegnet, darüber hinaus stehen aber viele Fragezeichen hinter dem Engagement.

Liefert Porsche bald Kundenmotoren für die F1-Teams

Und Alternativen gibt es genug. Zum Beispiel die Formel E. In Monaco und Berlin war eine Porsche-Delegation schon einmal zu Besuch. Interesse hat Porsche, noch sind die technischen Freiheiten aber zu begrenzt.
Und auch das Thema Formel 1 ploppt wieder auf. Porsche ist an den Diskussionen für das neue Motorreglement ab 2021 beteiligt. Motorsport-total.com berichtet, dass McLaren Interesse an einem Porsche-Kundenmotor hat. Diese Kombination hat von 1984 bis 1986 mit Niki Lauda und Alain Prost schon drei WM-Titel gewonnen.
AUTO BILD MOTORSPORT weiß: Die Porsche-Teamchefs Fritz Enzinger und Andreas Seidl werden den Großen Preis von Österreich besuchen. Werden da die Weichen für einen Formel-1-Einstieg gestellt? Kann sein, muss aber nicht. Auch in den Vorjahren war Enzinger jeweils in Spielberg vor Ort.

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture Alliance / Getty Images

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