Lexus LFA (2012): Gebrauchtwagen
Der Lexus LFA von Mr. Bean soll verkauft werden

Bild: https://www.theoctanecollection.com/
Lexus statt Mini! In der gleichnamigen TV-Serie fuhr Mr. Bean einen gelben Mini, im wahren Leben ist Schauspieler Rowan Atkinson ein bekennender Autofan mit einer beachtlichen Sammlung. Ein ganz besonders Fahrzeug aus seinem Besitz wird aktuell zum Verkauf angeboten!
Zu Atkinsons Sammlung gehören oder gehörten zahlreiche Traumautos – und einige wahre Exoten. Darunter beispielsweise ein Mercedes 500 E, den er 1994 verkaufte, jedoch so sehr vermisste, dass er ihn 2017 zurückkaufte. Außerdem hat der Brite ein Faible für Autos aus seiner Heimat. Egal ob Bentley Mulsanne, Land Rover Defender, Rolls-Royce Phantom Drophead oder Aston Martin V8 Zagato, Atkinson mag britische Fahrzeuge. Exoten wie ein Honda NSX oder ein Lancia Thema 8.32 zeugen davon, dass er ein wahrer Connoisseur ist.
Rowan Atkinson fuhr McLaren F1
Das berühmteste Auto dürfte aber fraglos sein ehemaliger McLaren F1 sein. Atkinson kaufte den von Gordon Murray entwickelten F1 (Chassisnummer 061) als Neuwagen und fuhr das Auto regelmäßig, sodass er heute einer der F1 mit der höchsten Laufleistung ist. Während seiner vielen Jahre mit dem F1 war Atkinson gleich in mehrere Unfälle verwickelt, ließ das Auto aber jedes Mal wieder reparieren/aufbauen.
Trotz des hohen Kilometerstands und der Unfall-Historie verkaufte Atkinson den F1 im Jahr 2015 für etwa acht Millionen britische Pfund – heute dürfte der F1 ungefähr das Doppelte wert sein.
Ein Auto von Atkinson, das eher unbekannt ist, ist der Lexus LFA. Der LFA war im Jahr 2010 Lexus' Versuch, in der Liga der Supersportwagen mitzuspielen. Das ambitionierte Vorhaben war nur bedingt erfolgreich, was aber nicht am Auto, sondern schlichtweg am fehlenden Image von Lexus gelegen haben dürfte.

Eine absolute Rarität: Vom Lexus LFA wurden nur 500 Stück gebaut. Das letzte Exemplar verließ die Präfektur Aichi am 14. Dezember 2012.
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Neupreis von 375.000 Euro
Der LFA war schließlich ein aufwendig konzipiertes Auto, bei dem nur die besten und teuersten Materialien zum Einsatz kamen. Das führte dazu, dass Lexus laut eigener Aussage an jedem der 500 gebauten Exemplare Verlust machte – und das trotz eines Basis-Neupreises von 375.000 Euro.
Der V10 wurde von Yamaha konzipiert
Mittlerweile hat der Markt erkannt, dass es sich beim LFA um ein technisches Meistwerk handelt. Angefangen beim einzigartig klingenden V10 mit 4,8 Litern Hubraum und 560 PS, der von Yamaha entwickelt wurde und bis heute als einer der besten Saugmotoren der Welt gilt. Über den V10 alleine könnte man ein ganzes Buch schreiben, so komplex ist das Triebwerk. Eine berühmte Anekdote lautet, dass der Motor so spontan anspricht und hochdreht, dass Lexus keinen analogen Drehzahlmesser verbauen konnte, weil der schlicht und ergreifend nicht hinterherkam.
Aber auch abseits des Motors war das Beste gerade gut genug für den LFA. Vom eigens für die Kleinserie entwickelten Chassis, über die Karosserieteile aus kohlefaserverstärktem Kunststoff, bis hin zu der serienmäßigen Carbonkeramikbremse wurde an nichts gespart. Dank Transaxle-Auslegung konnte zudem eine ideale Gewichtsverteilung von 48/52 erzielt werden.

Ein Meisterwerk: Bis heute gilt der von Yamaha entwickelte und bis 9000 U/min drehende V10 als einer der besten Saugmotoren aller Zeiten.
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Nach der ersten Studie aus dem Jahr 2005 dauerte es noch weitere fünf Jahre, bis Lexus das auf 500 Exemplare limitierte Serienauto auf der Tokyo Auto Show 2010 präsentierte. Schon im Frühjahr 2011 schoben die Japaner die "Nürburgring Edition" nach. Das nur 50 Mal gebaute Sondermodell kam mit optimierter Aerodynamik, neuen Rädern und einer Gewichtsersparnis von ganzen fünf Kilo. Der Aufpreis betrug 70.000 Euro.
Heutzutage sind die Nürburgring Edition-Sondermodelle besonders begehrt. Wobei dazu gesagt werden muss, dass der LFA von Beginn an ein Auto für echte Petrolheads und Technik-Fanatiker war und immer noch ist.
Doch in den letzten Jahren scheinen auch Sammler den LFA endlich als das zu sehen, was er ist: ein hochemotionaler Supersportwagen, den es von einer Marke wie Lexus ziemlich sicher nie wieder geben wird.
Der LFA ist ein Exot
In Deutschland war der LFA zudem ein Exot unter den Exoten, was die Zulassungszahlen eindrucksvoll untermauern. Im Jahr 2011 wurden hierzulande drei LFA neu zugelassen, 2012 waren es vier.
Exakt so viele Exemplare sind aktuell im Angebot – und die sind nichts für Schnäppchenjäger: Der günstigste LFA kostet 875.000 Euro, also mehr als das Doppelte des ehemaligen Neupreises. Der teuerste LFA ist sogar für unglaubliche 1,6 Millionen Euro inseriert.

Kein Auto für jedermann: Der Lexus LFA war von Beginn an ein Auto für Kenner. Mittlerweile hat sich der Wert mehr als verdoppelt.
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Ganz so teuer ist der LFA von Rowan Atkinson nicht, der vom renommierten britischen Sportwagenhändler "The Octane Collection" angeboten wird. Hierbei handelt es sich um einen von 198 rechtsgelenkten LFA, der ursprünglich in Japan ausgeliefert wurde, was bedeutet, dass Atkinson nicht der Erstbesitzer ist.
Die Konfiguration dieses LFA ist sehr interessant. Das Auto ist weiß, was auf einen Großteil der LFA zutrifft. Die Farbe dieses Exemplars ist allerdings nicht das klassische "Whitest White", sondern "Pearl White" – eine sehr seltene Farbe beim LFA.

Nichts für schwache Nerven: Der Innenraum in Blau/Rot ist gewöhnungsbedürftig, aber in jedem Fall speziell.
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Im Innenraum wird es kunterbunt, denn der Erstbesitzer entschied sich für eine auffällige blau/rot-Kombination. Sitze, Mittelkonsole und Teile des Armaturenbretts sind großflächig mit blauem Alcantara ausgekleidet. Sitzlehnen, Teppiche und Dachhimmel sind in kontrastierendem Rot ausgeführt – eine äußerst wilde Kombi.
So viel soll der LFA kosten
Erst im Jahr 2022 kam der LFA nach Großbritannien zu Rowan Atkinson, der das Auto vollflächig mit einer Steinschlag-Schutzfolie versehen ließ. Doch weder Atkinson, der eigentlich dafür bekannt ist, seine Autos regelmäßig zu fahren, noch der Erstbesitzer haben den LFA viel bewegt. Verkauft wird das zwölf Jahre alte Auto mit nur 6040 Kilometern (3753 Meilen) zum Preis von umgerechnet ziemlich genau einer Million Euro (839.995 britische Pfund). Ein hoher, aber durchaus nicht unrealistischer Preis für einen der faszinierendsten Supersportwagen der Neuzeit.
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