Maserati Quattroporte Facelift (2016)

Maserati Quattroporte Facelift (2016): Vorstellung

— 17.06.2016

Die neue Lust an der Zukunft

Nach vier Jahren frischt Maserati sein Flaggschiff Quattroporte innen und außen auf. Eine Renovierung mit ganz feinem Pinsel. Alle Infos!

In Modefragen sollte man Italienern vertrauen. Und wenn die Stilberater von Maserati sagen, der Anzug des Quattroporte sitze noch einwandfrei, dann liegen sie damit sicherlich nicht ganz falsch. Das feine Flaggschiff mit dem Dreizack am Bug hat nach vier Jahren kaum etwas von seiner stillen Eleganz eingebüßt. Und doch gilt es, einige Altersflecken zu entfernen. Auch wenn Maserati jetzt vom "neuen Quattroporte" redet, setzten die Mannen aus Modena das Skalpell zum Facelift äußerst sensibel an. Sie folgen damit dem Credo, dass es der Viertürer in seiner über 50-jährigen Geschichte nie nötig hatte, mit schreiendem Design auf sich aufmerksam zu machen.

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So sehen wir vorne lediglich einen neuen Grill mit fetteren Chromstäben, der das Gesicht des Quattroporte eine Spur aggressiver erscheinen lässt. Darunter größere Lufteinlässe und ein kleiner Spoiler, wahlweise in "Piano-Black" oder Carbon. Am Hintern wurde der Italiener ebenfalls extrem behutsam geliftet, für den Laien sind die plastischen Eingriffe am Blech und der Spoilerstoßstange praktisch nicht identifizierbar. Die Änderungen am Body, vor allem aber neue, verschließbare Lamellen im Grill, sollen den cw-Wert etwas runtergeschraubt haben, was sich wiederum auf die Höchstgeschwindigkeit auswirkt. Die V8-Topversion mit 530 PS rennt laut Maserati nun – völlig sinnbefreite – 310 km/h, statt vorher 307 km/h. Unter dem eleganten Dress, das zu 60 Prozent aus Aluminium besteht, passiert deutlich mehr. Vorder- und Hinterachse wurden überarbeitet, um den schönsten Kurven dieser Welt mit noch mehr Sportsgeist zu begegnen. Zudem investierte Maserati in die Geräuschdämmung und trainierte der Achtgang-Automatik von ZF schnellere Schaltvorgänge an. Bei einer ersten Testfahrt zeigt sich bereits, dass die Maßnahmen durchaus spürbar sind. Gefühlt liegt die Fünfmeter-Limo noch satter auf der Straße und serviert auch die Gänge merklich spontaner.

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Moderne Connectivity und neue Assistenten

Behutsames Facelift: Die Änderungen sind für den Laien kaum sichtbar. Die elegante Form bleibt.

Beim Thema Connectivity hatte Maserati bislang ja nicht unbedingt das aktuellste Gedeck an Bord – war man doch bislang der Meinung, den geneigten Kunden der italienischen Edelmarke interessiere der ganze Technik-Schnickschnack sowieso nicht. Auch hier vollführt Maserati nun eine längst überfällige Handbremswende und entdeckt für sich die neue Lust an der Zukunft. Der Quattroporte bekommt ab Mitte Juli 2016 nun alle Features, über die auch das neue SUV Levante verfügt und die nach und nach in alle anderen Modelle einziehen werden. Das fängt beim neuen Infotainment-System von Harman an, mit einem extrem schnellen 8,4 Zoll-Touchscreen und Controller auf der Mittelkonsole, kompatibel für Apple Car Play und Android Auto. Zudem liegt jetzt die ganze Armada an Fahrassistenzsystemen in Lauerstellung, die bei anderen Luxuskollegen schon längst Standard sind. Vom Abstandsradar, das im Stau automatisch Gas gibt, bremst (bis zum totalen Stopp) und beschleunigt über einen Kollisionswarner, ein Spurhaltesystem bis hin zum Totwinkelwarner.

Zwei Ausstattungen: sportlich oder luxuriös?

Zukünftig gibt's zwei Ausstattungslinien: GranLusso für eine gediegene Note, GranSport für eine sportliche.

Ganz neu sortiert Maserati fortan seine Ausstattungslinien. Nach wie vor kann sich jeder Kunde seinen Quattroporte individuell zusammenstellen, das ist quasi die Basisvariante. Darüber hinaus gibt es ab sofort zwei neue Linien – die Italiener sprechen, mit reichlich Pathos gewürzt, von den "zwei Seelen" des Quattroporte. Die eine, GranLusso, soll mit üppigem Holz- und Chromornat sowie eleganter Zegna-Seide die luxuriöse Seite der Limousine betonen. Die andere, GranSport, soll mit Sportsitzen, Sportlenkrad inklusive Schaltwippen und schwarzem Piano-Lack den sportiven Charakter hervorkehren. Kombiniert mit den bekannten, technisch aber unveränderten drei Motoren (V8 mit 530 PS, V6 mit 410 PS, V6-Diesel mit 275 PS) ergeben sich so elf Versionen. Der Einstieg in Maseratis Luxuswelt kostet 96.300 Euro, was einer Preissteigerung von nur knapp einem Prozent entspricht. Für GranLusso und GranSport sind es jeweils jeweils elf Tausender mehr. Guter Geschmack – auch das wissen die Italiener – kostet.

Maserati Quattroporte Facelift (2016)

Autor: Tomas Hirschberger

Stichworte:

Luxuslimousine

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