Mercedes-Benz Hybrid-Sprinter

Mercedes-Benz Hybrid-Sprinter

— 30.09.2005

Transporter für die Zukunft

Mercedes-Benz testet die Zukunft des Antriebs in den USA – der Hybrid-Sprinter soll bis zu 50 Prozent weniger Kraftstoff verbrauchen.

Bei der S-Klasse ist es noch Zukunftsmusik, beim Transporter (fast) serienreif: Mercedes hat einen Hybridantrieb mit Diesel- und Elektromotor entwickelt. Zu hören ist davon bei der ersten Probefahrt nichts. Nach dem Drehen des Zündschlüssels bleibt der Sprinter stumm. Kein Brummen, Summen und schon gar kein Dieselnageln. Kraftvoll zieht er los, 40, 60, 70 km/h – und das nur mit seinem 92 PS starken E-Motor, also ohne Abgase. Erst jenseits von Tempo 70 schaltet sich ruckfrei der 109 PS starke Vierzylinder-Diesel zu.

Den Paarlauf kennen wir schon von anderen Hybriden, gemeinsam schaffen beide Motoren gute Beschleunigungs- und Elastizitätswerte. Im reinen Elektrobetrieb kommt der Hybrid-Transporter mit einer Nickel-Metallhydrid-Batterie (14 kWh Kapazität) 30 Kilometer weit. Was ist neu? Per Knopfdruck kann der Fahrer die gewünschte Antriebsart auswählen. Außerdem verfügt der Hybrid-Sprinter über eine "Plug-In-Funktion" und lädt sich in sechs Stunden an der Steckdose wieder auf.

Seit Jahresbeginn wird der Hybrid-Sprinter in den USA erprobt und erzielt dort Verbrauchsvorteile von zehn bis 50 Prozent im Vergleich zum normalen 311 CDI. Nachteil: E-Motor und Batterien erhöhen das Gewicht des Sprinters um gut 350 Kilo, die Zuladung sinkt. Künftig sollen Lithium-Ionen-Batterien das Mehrgewicht auf 160 Kilo reduzieren. Mercedes hat für 2008 den ersten Hybrid-Pkw angekündigt, Toyota verkauft die Technik seit 1997.

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