Müdigkeitswarner im Praxistest — 17.11.2006

Kampf gegen das Sandmännchen

Müdigkeit am Steuer ist die häufigste Unfallursache. Diesem Problem will Mercedes mit einem Müdigkeitwarner begegnen. Tests laufen.

2009 will Mercedes mit einem Müdigkeitswarner in Serie gehen. Seit 2002 läuft eine Praxiserprobung, an der schon 150 Testpersonen teilgenommen haben. Getestet werden mehrere Verfahren, die Müdigkeit so früh wie möglich erkennen sollen. Das Hauptproblem der Forscher: Einschlafvorboten sind bei jedem Menschen anders. Deshalb müssen Systeme wie beispielsweise ein Lidschlagsensor erst auf den Fahrer eingestellt werden. Müdigkeit am Steuer zählt zu den häufigsten Unfallursachen. Mercedes-Fachleute gehen davon aus, dass zwischen zehn und 20 Prozent der schweren Unfälle auf Übermüdung zurückzuführen sind. Wenn die Versuche erfolgreich sind, will Mercedes das System zunächst "im oberen Segment" anbieten – ohne Aufpreis.

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