Nissan Evalia: Fahrbericht

Nissan Evalia Nissan Evalia

Nissan Evalia: Fahrbericht

— 22.09.2011

Alles für die Familie

Nissan hat den Transporter NV200 zum Familientransporter umgerüstet und nennt ihn Evalia. Seine Stärke: viel Platz für bis zu sieben Insassen zu einem günstigen Preis.

Praktische Familienkutschen auf Kleintransporter-Basis liegen schwer im Trend. Was einst der Renault Kangoo vormachte, wird inzwischen vielfach kopiert. Citroën Berlingo, Peugeot Partner, Fiat Doblò oder der VW Caddy heißen die Freunde der Familie, die kompakte Abmessungen mit viel Raum verbinden. Jetzt geht auch Nissan ins Rennen um Muttis und Vatis Gunst und macht aus dem NV200 den Evalia. Einen Designpreis wird der kastige Japaner sicher nicht gewinnen, die Form folgt der Funktion und ist konsequent pragmatisch. Wir fuhren den 1,5-Liter-Diesel mit 110 PS, der zum Marktstart das Top-Aggregat markiert. Schon beim Anlassen wird klar: Geräuschdämmung war nicht oberstes Ziel der Entwickler.

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Beim Cockpit kommen die Nutzfahrzeug-Gene durch, dafür ist die Bedienung einfach.

Der Selbstzünder grummelt wie ein Bär nach dem Winterschlaf, läuft rauh und mag niedrige Drehzahlen nicht sonderlich. Also muss der Fahrer fleißig im Sechsgang-Getriebe rühren, um den Motor bei Laune zu halten. Dann kommt der Evalia aber ordentlich voran und schafft immerhin 160 km/h Spitze. Sparsam ist er auch, 5,5 Liter Diesel sollen reichen im Schnitt. Das Fahrwerk – hinten mit Blattfedern – verdient sich das "Prädikat" rustikal. In Kurven neigt sich der Japaner kräftig, kurze Bodenwellen lassen ihn bei leichter Beladung mit nur einer Person hoppeln wie ein Zwergkaninchen.

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Platz satt: Bis zu 3100 Liter passen in den Kofferraum, die hinteren Sitze klappen zur Seite.

Innen kann der Evalia seine Gene nicht verleugnen, es geht zweckmäßig zu. Hartplastik dominiert, auch wenn Nissan sich bemüht hat, die Optik mit ein paar Plastikapplikationen im Alu-Look aufzulockern. Das Lenkrad steht sehr flach und lässt sich nur in der Höhe verstellen. Dafür sind die Sitze erstaunlich bequem. Und der Evalia ist sehr flexibel. Werden sieben Sitze geordert (800 Euro Aufpreis), lassen sich die beiden hinteren Sitze seitlich wegklappen, in Reihe zwei klappen die Sitze nach vorne. Zwei Schiebetüren sind Serie, die Ladekante ist mit 50 Zentimetern rekordverdächtig niedrig. Zwischen 900 und 3100 Litern schluckt der Japaner je nach Sitzkonfiguration, für ein Auto von 4,40 Metern Länge ein Topwert. Und der Evalia kommt erstaunlich komplett zum Kunden: ESP, sechs Airbags, flexible, klappbare Sitze, Klimaanlage, CD-Radio-Kombination mit Bluetooth-Freisprecheinrichtung, ein Keyless-Go-System sowie eine Rückfahrkamera sind zum Preis von 21.870 Euro bereits mit drin. Wer den Benziner nimmt (1,6-Liter, 110 PS), muss 19.480 Euro anlegen. Bei diesen Preisen verzeiht man dem Japaner schnell einige Schwächen.

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