Österreich kippt Lichtpflicht
Akute Tageslicht-Allergie

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Erst Pflicht, dann schlecht? Österreich ist auf einmal gar nicht mehr so überzeugt von seiner Lichtpflicht. Experten streiten über das Thema.
In Österreich dürfen Autofahrer tagsüber bald wieder ohne Licht fahren. Nach einer vom Wiener Verkehrsministerium in Auftrag gegebenen Studie ist es nicht nur überflüssig, sondern in bestimmten Situationen auch gefährlich, tagsüber das Abblendlicht anzuschalten. Fahrzeuge mit Licht könnten den Fahrer ablenken, sodass er Personen oder Hindernisse unmittelbar vor seinem Wagen schlecht wahrnehme. Österreichs Verkehrsminister Werner Faymann strebt jetzt ein Ende der erst 2005 eingeführten generellen Lichtpflicht an. "Damit wird den von vielen Autofahrern als völlig unsinnig empfundenen Strafen bei Sonnenschein und blauem Himmel ein Ende gesetzt", so der SPÖ-Politiker. Die Lichtpflicht solle nur bei schlechter Sicht gelten. Wann das der Fall sei, müsse jeder selbst entscheiden. Nach Berechnungen des Wiener Ministeriums entstehen durch permanent eingeschaltetes Abblendlicht in Österreich 250.000 zusätzliche Tonnen CO2 pro Jahr. In Deutschland blieb es bisher bei Empfehlungen und Kampagnen. Die Bundesanstalt für Straßenwesen prüft derzeit, ob Autofahrer oft genug mit Beleuchtung fahren. "Im Lichte der Ergebnisse wird über eine verbindliche Regelung zu entscheiden sein", so ein Sprecher des Verkehrsministeriums in Berlin. Ist Abblendlicht am Tage sinnvoll? Stimmen Sie auf der Hompage ab!
Das sagen die Experten

Bild: Werk

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