Opel Meriva und Co: Kaufberatung gebrauchte Vans — 28.04.2011
Vans für Kind und Kegel
Wer öfter eine ganze Horde von Kindern chauffieren muss, liebt Vans. Welcher auch gebraucht ein Tipp ist und mit welchen Macken Sie rechnen müssen, klärt die Kaufberatung von AUTO BILD.
Schon komisch: Kaum wird Frau speiübel und verspürt Appetit auf saure Gurken mit Nutella, schon muss man sich nach einem Riesen-Van umschauen. AUTO BILD sagt: gemach! Erstens bekommt die deutsche Frau heute nur noch durchschnittlich 1,4 Kinder im Leben, zweitens muss so ein Van nicht unbedingt größer sein als ein Kleinwagen. Aber flexibler. Wir helfen werdenden Eltern bei ihrer Suche nach einem gebrauchten Van – unterteilt in drei Größen. Und wir sagen, woran der Wagen krankt. Übrigens: Ein kleiner Van ist auch durchaus etwas für werdende Omas und Opas. Man sitzt so schön hoch in
Meriva und Co – das schont den Rücken.
Überblick: Alle News und Tests zu VW Sharan und Opel Meriva
Ab in die Kurve: Der Meriva ist straff abgestimmt, stellt auch den Kurvenkünstler selten vor Probleme.
Rost, klapprige Fahrwerke, miese Verarbeitung – das ist bei Opel Schnee von gestern. Opel baut schon lange wieder gute Autos. Eines der besten heißt Meriva, ein Van im Kleinformat. 2007 gewann er im AUTO BILD TÜV-Report, belegt seitdem immer vordere Plätze. 2003 kam der Meriva auf Basis des
Corsa C auf den Markt. Besondere Kennzeichen? Steigen Sie ein, am besten hinten. Der mittlere Sitz lässt sich versenken, die beiden äußeren Sitze rücken nach innen und einzeln nach hinten. Bei dem Fotowagen, einem 1,4 Liter großen 90-PS-Benziner von 2006, klappt das wie geschmiert.
| Technische Daten Opel Meriva |
| Motor |
Vierzylinder-Benziner/vorn quer |
| Ventile/Nockenwellen |
4 pro Zylinder/2 |
| Hubraum |
1364 cm³ |
| kW (PS) bei U/min |
66 (90)/5600 |
| Nm bei U/min |
125/4000 |
| Höchstgeschwindigkeit |
168 km/h |
| 0-100 km/h |
14,6 s |
| Abgasnorm - Abgas CO2 |
Euro 4 - 157 g/km |
| Getriebe/Antrieb |
5-Gang/Vorderrad |
| Tankinhalt/Kraftstoffsorte |
53 l/Super |
| Kofferrauminhalt |
415-1410 l |
| Leergewicht/Zuladung |
1290/520 kg |
So reisen vier baumstarke Männer entspannt zum Fußball – oder Papa und Mama mit Baby, Kinderkarre und reichlich Gepäck in den Urlaub. "Flex Space" heißt das Sitzsystem, das den Meriva zum Verschiebe- und Klappstar macht. Der drei Jahre alte Test-Meriva hat mit CD-Radio und Klimaanlage mal 18.000 Euro gekostet – jetzt will Händler Dello in Hamburg noch 9990 Euro. Kein Sonderangebot, aber gut angelegtes Geld. Bestätigt auch der
AUTO BILD-Dauertest. 2006 schrammte ein Meriva 1.7 CDTI knapp an einer Zwei vorbei. Das DVD-System, das einmal die Batterie leersaugte, verhagelte die ansonsten gute Bilanz.
| Kosten für die empfohlene Motorvariante 1.4 (90 PS) |
| Unterhaltskosten |
| Testverbrauch-CO2 |
6,8 l Super/100 km - 157 g/km |
| Inspektion |
100 bis 300 Euro |
| Haftpflicht (16)* |
509 Euro |
| Teilkasko (14)* |
64 Euro |
| Vollkasko (17)* |
510 Euro |
| Kfz-Steuer (Euro 4) |
94 Euro |
| * Onlinetarif der HUK24-Versicherung, Zulassung in Hamburg, Fahrer: Versicherungsnehmer + Partner (25 Jahre alt), jährliche Fahrleistung 15.000 km, Beitragsssatz 100% |
| Ersatzteilpreise ** |
| Lichtmaschine |
970 Euro |
| Anlasser |
490 Euro |
| Wasserpumpe |
310 Euro |
| Zahnriemen |
entfällt, Kette |
| Endschalldämpfer |
230 Euro |
| Kotflügel vorn, lackiert |
710 Euro |
| Bremsscheiben und -klötze |
365 Euro |
| ** inklusive Lohnkosten und 19% Umsatzsteuer |
Schön teuer: Neu hat dieser Sharan 40.000 Euro gekostet. Nach sechs Jahren ist er für 15.480 Euro kein Schnäppchen.
Familien mit drei Kindern fehlt es oft an einem: Geld. Wenn der fahrbare Untersatz dann ein VW Sharan sein soll, wird der Traum vom Raum oft zum finanziellen Albtraum. Anfang der 90er-Jahre entwickelten
VW und
Ford gemeinsam den Van mit bis zu sieben Sitzen. 1995 kamen Sharan und
Galaxy, ein Jahr später machte der
Seat Alhambra das Trio komplett. Im Klartext: Bis zum Facelift im Mai 2000 waren Sharan und Co grottenschlechte Klapperkisten. Als ein Sharan 1.9 TDI im März 2000 den
AUTO BILD-Dauertest hinter sich hatte, war das für den Wagen wie eine Erlösung. Achtmal musste er außerplanmäßig in die Werkstatt. Kunststoffteile lösten sich, Sitzlehnen knarrten, Armlehnen baumelten lose herum.
| Technische Daten VW Sharan |
| Motor |
Vierzylinder-Turbodiesel/vorn quer |
| Ventile/Nockenwellen |
2 pro Zylinder/1 |
| Hubraum |
1896 cm³ |
| kW (PS) bei U/min |
85 (115)/4000 |
| Nm bei U/min |
310/1900 |
| Höchstgeschwindigkeit |
181 km/h |
| 0-100 km/h |
13,9 s |
| Abgasnorm - Abgas CO2 |
Euro 3 - 194 g/km |
| Getriebe/Antrieb |
Fünfstufenautomatik/Front |
| Tankinhalt/Kraftstoffsorte |
70 l/Diesel |
| Kofferrauminhalt |
256-2610 l |
| Leergewicht/Zuladung |
1860/610 kg |
Schöner reisen: Dank Lederlenkrad, Navi und Automatik ist dieser Facelift-Sharan (ab 2000) ein Luxus-Bus.
Weit schlimmer: Spurstangenköpfe und Koppelstangen überlebten den Dauertest nicht. Mit dem Facelift (zu erkennen an den Klarglasscheinwerfern und dem geänderten Cockpit) wurde die Qualität im Innenraum besser. Grundlegende Probleme wie das viel zu schwache und unterdimensionierte Fahrwerk blieben. Aber die Preise für Facelift-Modelle sind hoch. Der Fotowagen, ein fünfeinhalb Jahre alter 1.9 TDI mit 115.000 km, Navi und Xenon, soll noch mehr als 15.000 Euro kosten. Ein Preis, der schwer nachzuvollziehen ist.
| Kosten für die empfohlene Motorvariante 1.9 TDI (115 PS) |
| Unterhaltskosten |
| Testverbrauch - CO2 |
7,4 l Diesel/100 km - 194 g/km |
| Inspektion |
150 bis 450 Euro |
| Haftpflicht (20)* |
652 Euro |
| Teilkasko (22)* |
128 Euro |
| Vollkasko (19)* |
591 Euro |
| Kfz-Steuer (Euro 3) |
316 Euro |
| * Onlinetarif der HUK24-Versicherung, Zulassung in Hamburg, Fahrer: Versicherungsnehmer und Partner (25 Jahre alt), jährliche Fahrleistung 15.000 km, Beitragssatz 100% |
| Ersatzteilpreise** |
| Lichtmaschine (AT) |
395 Euro |
| Anlasser (AT) |
385 Euro |
| Wasserpumpe (AT) |
300 Euro |
| Zahnriemen |
435 Euro |
| Endschalldämpfer |
370 Euro |
| Kotflügel vorn, lackiert |
770 Euro
|
| Bremsscheiben und -beläge vorn |
395 Euro |
| ** inklusive Lohnkosten und 19% Umsatzsteuer |
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Weitere gebrauchte Vans unter der Lupe finden Sie oben in der Galerie!
Andreas May
Fazit
13 Vans für Familien mit Kindern. Die Auswahl ist riesig. Aber nicht alle diese Autos sind eine Empfehlung. Meine Wahl steht fest: Familien mit einem Kind fahren im Opel Meriva am besten. Müssen zwei Kinder mit, bieten sich Toyota Corolla Verso, Mazda5 oder auch der günstige Ford C-Max an. Wer drei Kinder chauffiert, nimmt den neuen Ford Galaxy oder S-Max. Der sieht auch noch richtig gut aus, so
gar nicht nach Van.
Kommentare zum Artikel (17)
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"Aber wenn ein VW mit zu tiefer Anbringung der Klimaregelung bewertet wird, so wird darüber nie ein negatives Wort verloren! Sehr merkwürdif, fg."
stimmt nicht, die Klima im A3 oder TT wurde schon desöfteren kritisiert, was ich nicht verstehe, bei keinem KFZ. Es handelt sich um Klimaautomatiken, ich fummle also nicht alle 5min am Regler rum.
Diesel gehören verboten!!!
"jawoll! Und die Leute sollten keine Kinder mehr bekommen. Wenn das nur Deine Eltern auch gedacht und gemacht hätten........"
Ach Du dummes Kind, wir haben früher mit 4 Personen in einen Käfer und Rekord A gepaßt, heute haben die Leute 1 Kind und schreien sofort nach nen Pampersbomber, Sorry da wird mir übel, es geht auch anders mit einen Kombi oder auch einer Limo.
Nicht ärgern ... :-)
@Deichgraf: Z.B. Leukämie bereitet den Betroffenen auch einfach keine Freude.
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Und diejenigen, die eine Pollenallergie haben, sind darüber auch nicht wirklich froh.
Und gerade dafür besonders Kinder anfällig sind, ist m.E. ein DIESEL insbesondere für Familien absolutes tabu und eben für "Kind und Kegel" völlig ungeeignet.
@Deichgraf: Wie mein Vorposter schon geschrieben hat:
Inzwischen ist in mehreren Studien nachgewiesen, dass Diesel-Partikel ins Blut gelangen, sich im Körper anreichern und eindeutig krebserregend sind. Da gibts überhaupt keine Zweifel mehr.
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Sogar Pollenallergien werden durch die Russpartikel nicht nur erheblich verschlimmert sondern teilweise sogar ausgelöst. Auch das ist mehreren in Studien nachgewiesen!
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Selbst nach der verschärften Norm EURO 6 (ab 2014) gilt für Diesel-PKW ein Wert von 600 MILLIARDEN Partikel pro Kilometer, gemessen wird unter dem reichlich unrealistischen NEFZ.