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Opel-Übernahme

— 28.07.2009

Mehr Bares von Magna

Magna hat sein Angebot für Opel nachgebessert. Der Zulieferer will im Fall einer Übernahme mehr Bargeld einbringen. Eine Entscheidung über den künftigen Besitzer könnte noch in dieser Woche fallen.

Magna hat sein Barangebot zum Einstieg bei Opel erhöht. Wie das "Wall Street Journal" jetzt in seiner Online-Ausgabe berichtet, will der Zulieferer zusammen mit der russischen Sberbank im Falle eines Zuschlags nun sofort 350 Millionen Euro Bargeld in die neue Gesellschaft einbringen, 150 Millionen Euro sollen als Wandelanleihe bereitgestellt werden, zitierte das Blatt Berliner Regierungskreise. Zwar bleibt damit die Höhe des Eigenkapitalangebots unverändert bei 500 Millionen Euro. Magna ist jetzt aber bereit, früher einen größeren Teil des Risikos zu tragen, hieß es in Regierungskreisen. Bisher wollten Magna und Sberbank 100 Millionen Euro Eigenkapital direkt in bar einbringen. 400 Millionen sollten als zinsloses Darlehen zur Verfügung gestellt werden. Erst schrittweise und über Jahre sollte der Kredit in Eigenkapital umgewandelt werden.

Auch RJH bessert nach

Mit dem neuen Angebot reagiert der Zulieferer auf Kritik aus der deutschen Politik. Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hatte von allen Bewerbern gefordert, mehr Eigenkapital einzubringen und damit mehr eigenes Risiko zu übernehmen. Die Bieter haben ihre Offerten an staatliche Garantien in Milliardenhöhe geknüpft. Zuletzt hatte auch der zweite Bieter im Rennen, der Finanzinvestor RHJ International, sein Angebot leicht nachgebessert. Statt die angebotenen 275 Millionen Euro Eigenkapital in zwei Tranchen bis 2012 einzubringen, soll das Geld nun komplett bei Vertragsabschluss fließen.

Schnelle Entscheidung erwartet

Im Übernahme-Poker um Opel hält die Sberbank eine Entscheidung von Opel-Mutter General Motors (GM) noch in dieser Woche für möglich. "Das kann gut sein, denn alle Verhandlungen sind abgeschlossen. Nun müssen die Eigentümer entscheiden", sagte der Chef des Geldinstituts, German Gref, heute der Agentur Interfax. Bereits zuvor hatte Gref gesagt, er rechne fest mit einem Zuschlag, da andere Bieter in seinen Augen "keine Konkurrenz" seien.

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