Opel und GM: Jahresbilanz 2011
Opel drohen Einschnitte

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Opel ist wie befürchtet auch 2011 nicht aus den tiefroten Zahlen herausgekommen. Während die Lage bei Mutter GM laut Jahresbilanz 2011 wieder rosig ist, drohen der deutschen Tochter Einschnitte.
Bild: dpa
(dpa/cj) Für Opel sieht es düster aus: 2011 fuhr der US-Mutterkonzern General Motors mit seinem Europageschäft, das in erster Linie aus Opel und der britischen Schwestermarke Vauxhall besteht, einen operativen Verlust von 747 Millionen Dollar (575 Millionen Euro) ein. 2010 hatte das Minus des Autobauers zwar noch bei knapp zwei Milliarden Dollar gelegen, doch eigentlich hatten die Opelaner den Verlust viel stärker eingrenzen wollen. Dagegen machte GM dank starker Verkäufe in Nordamerika insgesamt einen Rekordgewinn von 7,6 Milliarden Dollar.
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GM-Chef Dan Akerson kündigte an, den Druck in den schwächelnden Regionen Europa und Südamerika zu erhöhen.
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In den vergangenen zwölf Jahren war es Opel nur einmal gelungen, auf Jahressicht Gewinn zu schreiben – das war im Jahr 2006. In der Wirtschaftskrise 2009 hatte GM sogar erwogen, Opel zu verkaufen, aber im letzten Moment einen Rückzieher gemacht. Stattdessen wollten die Konzernlenker aus Detroit die Problemtochter auf eigene Faust sanieren. Sie schlossen das Werk in Antwerpen und strichen 8000 der vormals 48.000 Jobs. Zuletzt war sogar über das Aus für das Werk in Bochum spekuliert worden. Denn selbst im Heimatmarkt Deutschland verliert Opel immer weiter an Boden. Nach Daten des Kraftfahrtbundesamtes schrumpfte der Marktanteil binnen zehn Jahren von annähernd zwölf Prozent auf im vergangenen Jahr noch acht Prozent.
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