Panzer-Allradler Combat T98 — 18.11.2009
Der Kampf-Kombi
Das Leben ist Krieg, die Straße ein Schlachtfeld: Genau richtig für den russischen Combat T98. Den Kampf-Kombi für manische Egodriver schützt der dickste Stahl, der für Pkw verfügbar ist - vergleichbar mit einem leichten Panzerwagen.
Platz da! Wer dem Kombat T98 begegnet, weicht schon aus purem Selbsterhaltungstrieb weiträumig aus. Denn der russische Kampfkoloss mit Allrad wirkt bereits aus der Ferne machtvoll und martialisch. Um diesen Effekt ist der Hersteller sichtlich bemüht: Das fängt an mit seinem Namen "Combat" (englisch für Gefecht) und gipfelt in verfügbarer Sonderausstattung wie Stückpforten und einem Drehkranz für ein adrettes, kleines Geschütz auf dem Dach. Das bis zu 5,35 Meter lange Crossover aus Geländewagen,
SUV, Kombi und Limousine soll der schnellste Panzer-Geländewagen der Welt sein – behauptet zumindest der Schöpfer des Monsters, die "Russian Armouring Group" in St. Petersburg. Der Tempo-Rekord von 180 km/h gelingt dem Combat T98 mit einem Big Block von GM, der aus acht Zylindern 400 PS locker macht. Und das bei 4,1 Tonnen Leergewicht... Mit gewaltigen 20-Zöllern wühlt sich das Gerät auch durch die weglose Tundra.
Die Fensterscheiben des T98 Combat sind fünf Zentimeter dick
Die Panzerung des T98 Combat hält sogar schwerem NATO-MG-Feuer Kaliber 12,7 Millimeter stand. Möglich machen das hochwertige deutsche Spezial-Stähle. Die Dickhäuter, vergleichbar mit dem Schutz von leichten Panzerkampfwagen, ist "unser ganz persönlicher Stolz", schreiben die Panzer-Bauer. Die Karosse ist in Sandwichbauweise ausgeführt, zwischen den beiden Stahlhüllen ist zum Schutz vor Splittern eine Füllung aus Keramik und Metall angebracht. Die Fensterscheiben wirken mit ihrem fünf Zentimeter dicken Verbund-Panzerglas eher wie Glasbausteine. Die Panzerung des Kombat T98 schlägt jedes vergleichbare Einsatzfahrzeug; sie ist sogar "stärker als
der berühmte Hummer", schreibt die Russion Armouring Group.
Auf Wunsch gibt es den T98 Combat auch in Kampf-Version
Natürlich wird auch der Unterboden nicht nur gegen die Schraubenzieher vom TÜV, sondern auch gegen Anti-Personen-Minen gehärtet. Um den Insassen das Leben in der Sardinenbüchse so bequem wie möglich zu machen, ist das Innere des rollenden Tresors mit edlem Holz und feinstem Leder ausgekleidet. Auf Wunsch gibt's für die feiste Konservendose auch Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Entertainment und "Combat Utility" – zum Beispiel die Version "Fast Attack Vehicle" mit 23-Millimeter-Kanone und extra kompaktem Granatwerfer des Kalibers 55. Preis auf Anfrage.
Kommentare zum Artikel (39)
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@Foxhound, wieso sollte man den auf detuschen Straßen nicht fahren dürfen? Wenn ihr vom Alter her falsch geboren seid, nur weil Ihr bis zu 3,8t. mit Eurem Führerschein fahren dürft, solltet ihr Euch bei Euren Eltern beschweren!
Ne, sorry, war jetzt nicht ernst gemeint. Ich habe den "alten" Dreier-Führerschein (bis 7,49t), sowie besitze ich den Zweier-Führerschein! Dürfte also dieses Fahrzeug ganz ofiziell auf deztschen Straßen fahren! Wer hat das Kleingeld für mich? Bitte bei mir melden!
Also mir gefällt er.
Ich hätte ihn aber lieber ungepanzert und mit nur 2 Tonnen Gewicht.
Ist doch alles nur Psychologie - die werten Insassen erwischen irgendwelche Bösewichten dann eben außerhalb der rollenden Burg...
Da erinnere ich mich doch an Hitlers Mercedes 770 in 6 Sitzer Cabrioletvariante mit zentimeterdicken Panzerglasscheiben bei offenem Verdeck - bekloppte Welt!
Dabei haben die Jungs mit Ihrem Kombat Laura II vor einigen Jahren auch gezeigt, daß Sie ein tolles Sportcoupé bauen können.
Aber so traurig das ist - mit der Angst macht man offensichtlich das beste Geschäft.
Und wenn noch immer aus einem nicht wirklich zu begründenden Sicherheitsbedürfnis Millionen westlicher Wohlstandsmuttis in fetten Geländewagen ihre Kiddies zum Kindergarten kutschieren darf es wohl kaum verwundern, daß die männliche "Big-Bad-Daddy"-Variante in etwa so ausfällt.
Ist
Mit Geschütz und so nicht schlecht, würde hier in Deutschland aber nicht funktionieren, weil die Herren und Damen Politiker Angst hätten man würde mal eben kurz im Bundesfinanzhof oder Kanzleramt oder Bundestag parken wollen, um über die Gesetzgebung diskutieren zu wollen.
Aber ansonsten einfach nur genial, laufen den Amis noch den Rang. Die Russen waren, sind und werden auch in Zukunft nicht zu unterschätzen sein.
Hut ab. Weiter so in Russland, mein Segen habt ihr.