Diesel-Partikelfilter-Einbau

Partikelfilter: ADAC rät von Reinigung ab

— 09.01.2015

Nur neue Filter helfen

Autohersteller und ADAC raten von der Reinigung eines verstopften Diesel-Partikelfilters ab. Die Ergebnisse der Reinigung seien kaum nachvollziehbar.

Wenn die Partikelfilter-Kontrollleuchte einen Fehler anzeigt, heißt es: Ab in die Werkstatt!

Wenn der Dieselruß-Partikelfilter verstopft ist, wird es für Autofahrer in der Regel teuer. Der Einbau eines neuen Filters kann bis zu 2000 Euro kosten. Einige Firmen werben jetzt mit Partikelfilter-Reinigungen ab ca. 400 Euro, die als günstige Alternative verlockend klingen. Eine aktuelle ADAC-Umfrage ergab, dass die Automobilhersteller jedoch von den neuen Reinigungsverfahren abraten. Dies gilt auch für die Verwendung von chemischen Reinigungsmitteln sowie dem Zusatz von Dieseladditiven, die bei regelmäßiger Kraftstoffzugabe den Partikelfilter reinigen sollen. Wer dennoch auf die günstigere Alternative setzt, läuft Gefahr, bei Schäden im Zusammenhang mit der Filterreinigung die Fahrzeuggarantie des Herstellers bzw. Sachmängelhaftung des Verkäufers zu verlieren. Zusätzlicher Nachteil: Der Partikelfilter muss zur Reinigung ausgebaut und an den Anbieter verschickt werden. Das Fahrzeug kann somit mehrere Tage lang nicht genutzt werden.
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Außerdem ist nach Ansicht der ADAC-Experten ein allgemeingültiges Urteil aufgrund der unterschiedlichen Filterverfahren und -formen nicht möglich, eine langfristige Wirksamkeit bis heute nicht nachgewiesen. Auch können die Anbieter selbst keine Aussage darüber treffen, wie lange der Filter nach der Reinigung noch einsatzfähig ist. Autofahrer, bei denen die Kontrollleuchte im Fahrzeug einen Fehler des Partikelfiltersystems anzeigt, sollten zügig eine Werkstatt aufsuchen, um die Ursache abzuklären. Ist der Filter mit Ruß verstopft, kann die Werkstatt eine sogenannte Not-Regeneration manuell einleiten. Grund für eine Verstopfung des Filters ist meist ein überwiegender Betrieb des Autos im Stadtverkehr. Dabei wird die für das automatische Regenerationsverfahren des Filters nötige Abgastemperatur in der Regel nicht erreicht.
Ausgetauscht werden muss ein Filter erst, wenn der maximale Aschegehalt erreicht ist – auch wenn einige Hersteller bei älteren Modellen einen Austausch zwischen 120.000 und 180.000 Kilometern empfehlen. Die Aschebeladung bzw. den Sättigungsgrad des Filters kann in der Werkstatt ein Diagnosetester ermitteln.

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Dieselpartikelfilter

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